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Axel Springer - Medientitan aus Hamburg

von Irene Altenmüller
Porträtaufnahme Axel Springers vor einer Bücherwand © picture-alliance Fotograf: Sven Simon Axel Springer, der Patriarch: So sah ihn sein Sohn Axel Springer jun., der als Fotograf unter dem Pseudonym Sven Simon arbeitete.

Feindbild der 68er und konservative Symbolfigur, Machtmensch, Kämpfer für die Wiedervereinigung und Freund Israels: Axel Springer war eine Jahrhundertfigur, an der sich die Geister schieden wie an kaum einer anderen Persönlichkeit im Nachkriegsdeutschland. Der Hamburger Zeitungsverleger schuf mit dem Axel-Springer-Verlag eines der größten Medienimperien Europas. Seine Blätter - von der "Bild"-Zeitung über "Die Welt" bis zur "Hör zu" - erreichen Millionenauflagen und sind bis heute meinungsprägend in der deutschen Öffentlichkeit.

Anfänge in Hamburg Altona

Geboren wird Axel Caesar Springer am 2. Mai 1912 in Altona, das damals noch zu Schleswig-Holstein gehört. Sein Vater ist Hinrich Springer, Inhaber des Verlags Hammerich und Lesser, außerdem Herausgeber der Tageszeitung "Altonaer Nachrichten". Nachdem er das Realgymnasium verlassen hat, macht Axel Springer zunächst eine Druckerlehre im Verlag des Vaters. Anschließend volontiert er bei der Hamburger Außenstelle der Nachrichtenagentur Wolff'sches Telegraphen-Bureau (WTB) und bei der "Bergedorfer Zeitung". 1933 heiratet er die Hamburger Kaufmannstochter Martha Else Meyer, im selben Jahr kommt seine Tochter Barbara auf die Welt. 1934 geht Springer als Sport- und Wirtschaftsredakteur zu den "Altonaer Nachrichten" seines Vaters und wird dort bald stellvertretender Chefredakteur.

Ein Attest bewahrt Springer vor dem Wehrdienst

Doch mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich die politische Landschaft tief greifend. 1941 werden die "Altonaer Nachrichten" eingestellt, Springer arbeitet weiter als Redakteur mit beschränkter Zulassung und Verlagsbuchhändler. Ein ärztliches Attest bewahrt ihn vor dem Wehrdienst: Er wird 1939 als kriegsuntauglich eingestuft. Axel Springer und seine Familie stehen zwar in innerer Opposition zu den neuen Machthabern, darüber sind sich die Biografen heute weitgehend einig. Offen stellt sich die Familie aber nicht gegen das Regime: Von seiner Frau Martha, einer Halbjüdin, lässt sich scheiden - "aus Karrieregründen", wie sein Biograph Hans Peter Schwarz mutmaßt. Die Ehe mit einer Halbjüdin war beruflich nachteilig, die Ehe zudem gescheitert - Springer hatte zahlreiche Affären mit anderen Frauen. Bereits 1939 heiratet er seine zweite Ehefrau Erna Frieda Holm, mit der 1944 den Sohn Axel bekommt.

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Bild Zeitungsschlagzeile: "UFO Sekte will jetzt Hitler klonen".
 
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