Interaktive Karte
Manchmal war es schon schwierig, sich im alten Grenzland zurecht zu finden. Am Ende haben wir's doch geschafft. Ihr auch - dank interaktiver Karte. mehr
Lars beim Dreh in Friedland
Vier junge Reporter waren unterwegs, immer entlang an der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Richtung Norden. Gestartet am südlichsten Punkt Norddeutschlands: Friedland in Niedersachsen. Am 9. November war es dann geschafft: Travemünde an der Ostsee war erreicht - 566 Kilometer Strecke!
Auf dem Weg sind ihnen Geschichten und Geschichte, Erinnerungen und Erlebnisse – aber vor allem Menschen begegnet. Menschen, die entlang der ehemaligen Grenzregion leben und die 20 Jahre nach dem Mauerfall ihre ganz eigenen, persönlichen Erfahrungen mit dem vereinten Deutschland gemacht haben. Die Reporter sind dabei keinem festgeschriebenem Drehbuch gefolgt - sie haben sich von den Menschen in der Region leiten lassen.
Jeden Tag gab es einen neuen Film der Grenzgänger. Auf einer Karte konntet ihr sehen, welches Stück der Strecke die vier Reporter bereits zurückgelegt hatten. Wem das zu lange dauerte, konnte den Grenzgängern über den Twitter-Account folgen: Mehrmals am Tag haben sich die Reporter über ihre Handys gemeldet und live von ihrer Reise berichtet. Unter "Die Filme" gibt es alle Videos der Reise. Bei "Das Making-of" findet ihr die Szenen, die es in keinen Film geschafft haben - und genau deswegen will sie jeder sehen: Outtakes und der Blick hinter die Kulissen.
Unterstützt wurden die Reporter von vier Volontären [jungen Redakteuren/Journalisten], der Heimatredaktion. Das Team in Hamburg hat die Route der Reporter geplant, recherchiert und die Internetseite gebaut. Gleichzeitig entstand in der Hamburger Redaktion die Dokumentation "Grenzenlos nach Norden" aus dem Filmmaterial, was jeden Tag im Schnittraum eingelaufen ist.
Kurz vor der Abfahrt: das komplette Team
So spannend die Geschichten aus der ehemaligen Grenzregion auch sind und so viel Arbeit die Redaktion in Hamburg auch in das Projekt gesteckt hat - ohne die Mitarbeit von 17 Mediengestaltern wäre aus dem ganzen Material nie ein ganzer Film entstanden. Die Mediengestalter waren als Cutter mit unterwegs, haben die Dokumentation geschnitten, die Grafiken gebaut, Animationen und Trailer.
In der eindrucksvollen norddeutschen Landschaft, durchzogen von verfallenen Grenzanlagen, Wachtürmen und verlassenen Grenzübergängen waren wir unterwegs. Es ist das Grüne Band, ein biologisches Denkmal aus der Zeit des "Eisernen Vorhangs" - die innerdeutsche Grenze.
Die jungen Reporter haben den Mauerfall entweder gar nicht oder nur als Kinder erlebt. Das Leben im geteilten Deutschland kennen sie nur aus Erzählungen und aus dem Fernsehen. Sie und ihre Altersgenossen sind die junge Generation, die ohne deutsch-deutsche Grenze aufwachsen sollte, ohne die "Mauer im Kopf". Doch geht diese Rechnung auf? Gibt es immer noch Vorurteile zwischen Ossis und Wessis? Wie sehen sie die Grenzregion? Ist es für sie noch eine sichtbare Narbe zwischen Ost und West - oder nur ein Grünstreifen? Die Filme haben versucht, darauf eine Antwort geben - aber sie haben auch neue Fragen aufgeworfen.