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Hintergrund
Schild warnt vor radioaktiver Strahlung © picture-alliance/dpa
 

Dossier: Der Streit um die Atomkraft

NDR.de informiert über eine umstrittene Technologie. mehr

Rückblick
Bergarbeiter untersuchen einen Riss im Salzstock Gorleben. © dpa Bildfunk Fotograf: Sören Stache
 

Endlager gesucht: Ist Gorleben die erste Wahl?

Seit Jahrzehnten ist Gorleben als Endlagerstandort im Gespräch. mehr

 

Chronik

Gorleben: Eine Chronik der Ereignisse

  • 22.02.1977 Der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht verkündet, dass Gorleben der vorläufige Standort für ein "Nukleares Entsorgungszentrum" wird. Dort soll eine Wiederaufarbeitungsanlage und ein Endlager für Atommüll entstehen.

  • 12.03.1977 Mehrere tausend Atomkraftgegner aus der ganzen Bundesrepublik demonstrieren zum ersten Mal in Gorleben gegen den geplanten Bau des Atommülllagers.

  • Frühjahr 1978 Die DWK, die "Deutsche Gesellschaft zur Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen", versucht mit umstrittenen Methoden, mehr als zwölf Quadratkilometer Land über dem Salzstock Gorleben zu kaufen.

  • 10.07.1978 Andreas Graf von Bernstorff, dem die größte Fläche über dem Salzstock Gorleben gehört, gibt während einer Pressekonferenz bekannt, dass er das Angebot der Atomwirtschaft von über 26 Millionen Mark ablehnen wird.

 

Multimedia-Rückblick
Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift "Gorleben" hoch © dpa
 

Die Gorleben-Proteste von 1977 bis heute

Seit Jahrzehnten kämpfen Atomkraftgegner gegen ein Endlager für hoch radioaktiven Müll in Gorleben. Die besten Bilder, Videos und Audios. mehr

  • 25. bis 31. März 1979 Atomkraftgegner aus dem Wendland ziehen in einem einwöchigen Treck in die Landeshauptstadt Hannover. Zur Abschlusskundgebung kommen fast 100.000 Demonstranten - eine der größten Protestveranstaltungen in der Geschichte der Bundesrepublik.

  • 16.05.1979 Die niedersächsische Landesregierung gibt überraschend bekannt, dass auf die Errichtung einer Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben verzichtet werden soll. Die Begründung Ernst Albrechts: "Die politischen Voraussetzungen sind zur Zeit nicht gegeben." Ab jetzt geht es nur noch um die Einrichtung eines Endlagers im Salzstock Gorleben.

 

  • 04.06.1980 Mehrere tausend Beamte von Bundesgrenzschutz und Polizei räumen die "Republik Freies Wendland".

  • 26.05.1981 Die Atomwirtschaft will nicht warten, bis der Salzstock Gorleben erkundet und als Endlager genehmigt ist. Sie plant den Bau eines Zwischenlagers. Die Lokalpolitik stimmt diesem Vorhaben während einer turbulenten öffentlichen Sitzung zu, obwohl es mehr als 1.500 Einwendungen gegen das Projekt gibt.

  • 30.04.1984 Für zwölf Stunden blockieren Atomkraftgegner die wichtigsten Zufahrtsstraßen ins Wendland. Generalprobe für den ersten Atommülltransport.

  • 08.10.1984 Der erste Atommülltransport mit leicht radioaktivem Material rollt ins Zwischenlager Gorleben. Wie sich später herausstellt sind einige der Fässer falsch deklariert.

  • 25.04.1995 Der sogenannte "Tag X": Zum ersten Mal wird hochradioaktives Material in Castor-Behältern ins Zwischenlager Gorleben transportiert. Es kommt zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Von nun an rollt fast jährlich ein Castor-Transport.

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Dossier
Protest gegen das Zwischenlager Gorleben im September 2007. © dpa
 

Gorleben - Der Aufstand der Bauern

Chronik und Bilder zu Geschichte und Gegenwart der Protestbewegung. mehr

Stichwort
Behälter mit radioaktivem Müll im Zwischenlager Gorleben © dpa Fotograf: Kay Nietfeld
 

Atommüll-Zwischenlager Gorleben

Dort wird der Müll zum Auskühlen gelagert, bis ein Endlager gefunden ist. mehr