Sturmflut 1962: Hamburg versinkt im Wasser
Hintergründe, Bilder und Zeitzeugenberichte zu der Katastrophe. mehr
Das Hochwasser - hier in Hitzacker - richtet einen riesigen volkswirtschaftlichen Schaden an.
Zerstörte Straßen und Eisenbahnbrücken, beschädigte Deiche, Wohn- und Gewerbegebäude, Felder, deren Ernte nicht mehr verwertbar ist: Das Elbehochwasser 2002 ist bis heute die teuerste Naturkatastrophe in der deutschen Geschichte. 11,6 Milliarden Euro beträgt der Gesamtschaden - eine immense Summe, davon entfallen allein 8,6 Milliarden auf Schäden in Sachsen. Nur ein kleiner Teil davon ist durch Versicherungen abgedeckt. Ohne Unterstützung stehen die betroffenen Haushalte, Firmen und Landwirte allerdings nicht da, sie erhalten Soforthilfe, um über die Runden zu kommen und die schlimmsten Schäden zu beseitigen. Zehn Milliarden Euro stellen Bund, Länder, Gemeinden und die EU zur Verfügung. Bund und Länder verschieben die zweite Stufe der Steuerreform um ein Jahr von 2003 auf 2004. Rund 7,1 Milliarden Euro kommen so für den Fonds "Aufbauhilfe" zusammen.
Auch die Spendenbereitschaft ist enorm: Ob Firmen, Vereine oder Privatleute - alle zeigen sich solidarisch. "Ich habe mich dazu entschieden, eine Spende zu leisten, und hoffe, dass sich mir einige anschließen werden", sagt Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und gibt eine Million für die Flutopfer. Viele tun es ihm gleich. Selbst aus dem Ausland kommt finanzielle Hilfe. Das Deutsche Rote Kreuz sammelt in der größten Spendenaktion seiner Geschichte rund 146 Millionen Euro von über 1,3 Millionen Spendern. Insgesamt gehen auf den verschiedenen Spendenkonten gut 500 Millionen Euro ein.
An der Elbpromenade in Hitzacker zeigen Markierungen an, wie hoch das Wasser hier bei Überflutungen in der Vergangenheit stand.
Nach der Katastrophe stellt sich nicht nur die Frage nach der Schadenregulierung, sondern auch die nach den Ursachen. Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Für viele Umweltexperten und Politiker steht fest: Der Mensch trägt mit seinen Eingriffen in die Natur maßgeblich dazu bei. Begradigte Flussläufe, immer mehr versiegelte Flächen, Bodenerosion und die Abholzung von Wäldern begünstigen Naturkatastrophen wie das Elbehochwasser 2002.
Nach der Flut wurde viel Geld in den Bau und die Erneuerung von Deichen, Mauern und Rückhaltebecken investiert und das Meldesystem verbessert. Aber reicht das aus, um künftige Flutkatastrophen zu vermeiden? Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zieht zehn Jahre nach der Flut eine kritische Bilanz: "Bundesregierung und Elbanrainer-Länderregierungen haben nach der Jahrhundertflut 2002 vor der Presse versprochen, den Flüssen mehr Raum zu geben. Und kaum hatten sie den Presseraum verlassen, war das Versprechen schon vergessen", sagt BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. Sämtliche bisher umgesetzten Maßnahmen könnten die Wassermassen von 2002 bei Weitem nicht aufnehmen.
Auch die deutsche Versicherungswirtschaft ist wenig optimistisch, sie erwartet eine deutliche Zunahme an Katastrophenschäden. Laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft muss Deutschland schon in den nächsten 30 Jahren mit einem Anstieg an Überschwemmungen rechnen. Ein Hochwasser, wie es heute statistisch alle 50 Jahre vorkommt, könne in drei Jahrzehnten schon alle 20 Jahre auftreten. Grund dafür sei der Klimawandel.
Es ist schon erstaunlich, dass die Menschen in diesem Punkt auch so gar nicht aus ihren Fehlern lernen (Ausnahmen bestätigen die Regel)! Wie war das, wir können nicht ohne die Natur, aber diese kann... [mehr]
Fluss/ Tiere
Überlasst die Überschwemmten Bereiche den Flüssen und Tieren. Alle Mithelfer machen sich schuldig an der Natur. [mehr]
Das werden sie niemals lernen!!!Die Gier nach Geld ist einfach zu groß,traurig,aber wahr und darum sage ich auch:Finger und Hände weg von jeglichen Ausbaggerungen und Flussbegradigungen!!! [mehr]
Wann endlich...
...lernen die Menschen, dass sie selbst für die Überflutungen verantwortlich sind? Nicht nur das Klima ist daran schuld. Flussbegradigungen, ausbaggern von Flüssen, um sie schiffbar(er) zu machen,... [mehr]
Vor zehn Jahren: Jahrhundertflut an der Elbe
Schon komisch - kaum ist das Jahrhundert zwei Jahre alt, wird von einem "Jahrhundert"-Ereignis gesprochen. Bei der Zunahme der Unwetter usw. wird man in dem verbleibenden Rest des Jahrhunderts noch... [mehr]