Recherche in dunklen Erinnerungen

Auf den Zeitzeugen-Aufruf des NDR zum 50. Jahrestag der Sturmflut von 1962 meldeten sich mehr als 200 Menschen. Deren Berichte, Fotos und Filme können Hörer und Zuschauer in diesen Wochen bei NDR 90,3, im Hamburg Journal und hier im Internet hören und sehen. Bei den Redakteuren und Reportern haben die Kontakte mit den Zeitzeugen tiefe Eindrücke hinterlassen. Lesen Sie hier einige Gedanken aus der Redaktion.

 

  • Wer die Sturmflut erlebt hat, vergisst sie nicht

    Annette Matz © Marco Maas/fotografirma.de Fotograf: Marco Maas Detailansicht des Bildes Annette Matz, Schwerpunkt-Redaktion "Die vielen Briefe und E-Mails mit persönlichen Erlebnissen aus der Sturmflutnacht haben mir oft Gänsehaut gemacht - so dramatisch war manche Geschichte. Am Telefon hat mir einer der Helfer beschrieben, wie er ein Kind vor den Fluten rettete, mit Tränen in der Stimme. Wer die Sturmflut hier in Hamburg erlebt hat, vergisst sie offenbar niemals."

  • Auf jeder Familienfeier wurde darüber gesprochen

    Gerd Spiekermann © Marco Maas / fotografirma.de Fotograf: Marco Maas Detailansicht des Bildes Gerd Spiekermann, Hafenkonzert-Redaktion "Die Sturmflut habe ich als Neunjähriger miterlebt. Deshalb sind die Ereignisse von damals auch mein Thema. Wir wohnten in der Wesermarsch. Mein Vater war als Feuerwehrmann beim Deichschutz eingesetzt und hat Sandsäcke geschleppt. Dennoch brach der Deich bei Brake, und unsere Verwandten mussten ihre Häuser verlassen. Darüber wurde auf jeder Familienfeier gesprochen."

  • Am Hafen wären die Schäden heute am größten

    Dietrich Lehmann © Marco Maas / fotografirma.de Fotograf: Marco Maas Detailansicht des Bildes Dietrich Lehmann, Reporter "Als Reporter bin ich täglich im Hamburger Hafen unterwegs. Nirgendwo sind die Menschen der Elbe auch heute noch so nah wie dort. Der Hafen ist der Ort, wo eine neue Große Sturmflut wahrscheinlich die meisten Schäden anrichten würde."

  • Hilferufe in der Nacht und glucksendes Wasser

    Petra Volquardsen © Marco Maas / fotografirma.de Fotograf: Marco Maas Detailansicht des Bildes Petra Volquardsen, Reporterin "Mich bewegt besonders, wie präsent die Ereignisse vielen noch sind. Auch nach so vielen Jahren kommen den Betroffenen noch oft die Tränen, wenn sie von der Sturmflutnacht erzählen. Das glucksende Wasser, das im Haus immer höher steigt. Hilferufe der Nachbarn in dunkler, kalter Nacht. Die Sorge um Angehörige und Freunde. Durch die persönlichen Erinnerungen bekommt man zumindest einen Eindruck dieser im Grunde unfassbaren Katastrophe."

  • Mehr als 200 Briefe und E-Mails

    Elenor Heller © Marco Maas / fotografirma.de Fotograf: Marco Maas Detailansicht des Bildes Elenor Heller, Schwerpunkt-Redaktion "Ich habe die Briefe und E-Mails unserer Hörer mit ihren Erinnerungen an die Sturmflut-Nacht gelesen. Es berührt mich sehr, wie nah das Ereignis auch 50 Jahre nach der Katastrophe den Hamburgern noch ist und wie bewegend die Menschen ihre Erinnerungen schildern."

  • Die Erinnerungen sind so lebendig, als wäre es gestern passiert

    Kerstin von Stürmer © Marco Maas / fotografirma.de Fotograf: Marco Maas Detailansicht des Bildes Kerstin von Stürmer, Hafenkonzert-Redaktion "Zu den prägendsten Erinnerungen der Hamburgerinnen und Hamburger gehört, neben den Kriegserfahrungen, die Sturmflut von 1962. Obwohl die Katastrophe schon fünfzig Jahre zurückliegt, ist sie bei allen Betroffenen so lebendig als sei sie erst gestern passiert. Und was mich immer wieder erstaunt: Sie wollen darüber sprechen."

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Blick auf ein Rettungsfahrzeug und Schlauchboote in der Veringstraße nach der Sturmflut 1962. © NDR Fotograf: Karl-Heinz Pump
 
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Sturmflut 1962: Soldaten tragen Menschen von der Schule in der Fährstraße in Hamburg-Wilhelmsburg durchs Wasser zu einem Fahrzeug. © NDR Fotograf: Peter Sander
 

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Ilse Rambow zeigt auf ein Foto von der Sturmflut an der Harburger Chaussee in Wilhelmsburg. © NDR Fotograf: Petra Volquardsen
 

Geschichten von Not und Hilfsbereitschaft

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Veranstaltungen zum 50. Jahrestag

Ausstellungen, Vorträge und Lesungen in Hamburg: Die Programmbroschüre zum 50. Jahrestag als pdf-Datei.

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