DDR-Geschichte
Massenkundgebung anlässlich der Gründung der DDR im Oktober 1949 in Berlin-Mitte. FDJ im Demonstrationszug vor der Humboldtuniversität. © picture-alliance/akg-images Fotograf: akg-images
 

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Stichwort
Jugendliche Demonstranten werfen am 17. Juni 1953 in Ostberlin Steine auf sowjetische Panzer. © picture-alliance / akg-images
 

Der Aufstand vom 17. Juni 1953

Vier Jahre nach Gründung der DDR ist die wirtschaftliche Lage dort schlecht. Um die Versorgung zu verbessern, beschließt das SED-Regime, die Arbeitsnormen zu erhöhen. Für die Arbeiter bedeutet das: mehr Arbeit bei gleichem Lohn. Nach ersten Protesten am 16. Juni bricht einen Tag später ein Volksaufstand aus, der die gesamte DDR ergreift. Die Forderungen der Demonstranten gehen bald weit über die Zurücknahme der Arbeitsnormen hinaus: Sie verlangen unter anderem freie Wahlen, den Rücktritt der SED-Regierung, den Abzug der Sowjet-Truppen und die Wiedervereinigung.

SED-Führung und sowjetische Besatzungsmacht reagieren mit aller Härte: Panzer rollen auf, der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. Etwa 120 Menschen sterben, mehrere Hundert werden verletzt, rund 6.000 werden verhaftet. Genaue Zahlen sind bis heute nicht bekannt.

Während die DDR-Führung den Volksaufstand vom 17. Juni zu einem "kontrarevolutionären Putsch" umdeutet, wird er in der westlichen Welt zum Symbol für den Freiheitswillen der DDR-Bevölkerung. Von 1954 bis zur Wiedervereinigung 1990 wird der 17. Juni als "Tag der deutschen Einheit" begangen.