Die Frühzeit
Schon vor 400.000 Jahren leben Urmenschen in Norddeutschland: In Schöningen bei Braunschweig fand man Jagdwaffen und knöcherne Überreste - Spuren des Homo erectus. Es dauert jedoch bis 4000 v. Chr., ehe unsere Vorfahren hier sesshaft werden.
Auch die Ostseeküste nimmt erst um jene Zeit ihre heutige Form an, die Gletschermassen der letzten Eiszeit geben das Wasser nur langsam in die Meere frei.
Mit Schiffbau und der Erfindung des Rads kommt der Fernhandel auf; mit dem Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht enstehen die ersten Häuser und Dörfer im Norden - und zur selben Zeit imposante, geheimnisvolle Megalithanlagen aus riesigen Steinen.
Die Römer nennen die Stämme nördlich ihres Imperiums "Germanen". Dazu gehören Friesen, Chauken, Kimbern, Teutonen, Sweben, Langobarden und nicht zuletzt die Cherusker, deren Anführer Arminius (Hermann) das Vordringen der Römer unter Varus im Jahr 9 n. Chr. stoppt.