Germanen und Römer: Die Frühzeit

Die jüngste Eiszeit prägt den Norden, formt die Landschaft. Wasser und Moore gehören zum Lebensraum der Menschen, die in vielen kleinen Stämmen leben. Die Römer nennen sie Germanen - und wollen sie in ihr Reich einordnen. Doch im Jahr 9 nach Christus stoppt eine entscheidende Schlacht den Expansionsdrang.

Gemälde vom siegreich vordringenden Hermann in der Schlacht, 1870-73 © Kunstmuseum Krefeld Fotograf: Fotostudio Hesterbrink, Lage
 

Das Rätsel um die Varusschlacht

In einer gewaltigen Schlacht im Jahre 9 vernichtet der Cheruskerfürst Arminius mit seinen Mannen die Elitetruppen des Römischen Reiches unter Heerführer Varus. mehr

Römische Silbermünzen vom antiken Schlachtfeld im Kreis Northeim liegen in einem Etui. © dpa Fotograf: Frank May
 

Die Römerschlacht am Harzhorn

Germanen und Römer lieferten sich um 235 nach Christus in Südniedersachsen einen blutigen Kampf. Das Schlachtfeld wurde erst im Jahr 2000 entdeckt - eine Sensation. mehr

Ein Großsteingrab in Niedersachsen. © picture-alliance / Burkhard Juettner / vintage.de
 

Das Geheimnis der Hünengräber

Die Gruppen tonnenschwerer Findlinge, die man vielerorts im Norden antrifft, stammen aus der Jungsteinzeit. Ob sie wirklich Ausdruck eines Totenkults sind, ist umstritten. mehr

Stichwort
Ein Schauspieler verkörpert den Homo erectus vor circa 400.000 Jahren. © NDR/ECO Media
 

Die Frühzeit

Schon vor 400.000 Jahren leben Urmenschen in Norddeutschland: In Schöningen bei Braunschweig fand man Jagdwaffen und knöcherne Überreste - Spuren des Homo erectus. Es dauert jedoch bis 4000 v. Chr., ehe unsere Vorfahren hier sesshaft werden.
Auch die Ostseeküste nimmt erst um jene Zeit ihre heutige Form an, die Gletschermassen der letzten Eiszeit geben das Wasser nur langsam in die Meere frei.
Mit Schiffbau und der Erfindung des Rads kommt der Fernhandel auf; mit dem Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht enstehen die ersten Häuser und Dörfer im Norden - und zur selben Zeit imposante, geheimnisvolle Megalithanlagen aus riesigen Steinen.

Die Römer nennen die Stämme nördlich ihres Imperiums "Germanen". Dazu gehören Friesen, Chauken, Kimbern, Teutonen, Sweben, Langobarden und nicht zuletzt die Cherusker, deren Anführer Arminius (Hermann) das Vordringen der Römer unter Varus im Jahr 9 n. Chr. stoppt.