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Die Unglücksstelle der ICE-Katastrophe bei Eschede aus der Vogelperspektive © dpa Fotograf: Ingo Wagner
 
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Zwei Tage nach der Katastrophe von Eschede

05.06.1998 | 17:00 Uhr
NDR 2

Beitrag von NDR 2 Reporter Thomas Luerweg vom 5. Juni 1998, in dem er an der Unglückstelle die aktuelle Situation zusammenfasst.

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Beschlagnahmte Radachsen und Drehgestelle von ICE-Waggons des Unglückszuges von Eschede werden in einer Halle einer Kaserne in Celle auf einen Tieflader gehoben © dpa Fotograf: Holger Hollemann
 
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Das Zugunglück forderte 101 Menschenleben und ist das folgenschwerste Bahnunglück in der Geschichte der Bundesrepublik.

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Chronologie

Die schwersten Bahnunglücke seit 1960

Zwei Mitarbeiter eines Räumtrupps stehen vor dem verbogenen Fahrgestell eines zerstörten ICE-Waggons in Eschede © dpa Fotograf: Andreas Altwein Detailansicht des Bildes Das Unglück von Eschede ist das schwerste in der Nachkriegsgeschichte der Bahn. Seit 1960 gab es in Deutschland elf Bahnunglücke, bei der mehr als 15 Menschen zu Tode kamen. Vor allem in den 70er Jahren häuften sich die Unfälle. Eine Chronologie.

5. Oktober 1961: 28 Menschen sterben und 55 werden verletzt, als im Hamburger S-Bahnhof Berliner Tor ein Personenzug auf einen Bauzug auffährt. Der Fahrdienstleiter hatte ihn übersehen.

1. November 1964: Auf der Strecke von Berlin nach Rostock prallt bei Langhagen ein Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Das Unglück fordert 39 Todesopfer, 100 werden verletzt.

6. Juli 1967: Die Lok eines Personenzuges rast in der Gemeinde Langenweddingen bei Magdeburg gegen einen Tanklaster. Der mit 15.000 Litern Benzin beladene Lkw explodiert. 94 Menschen sterben, darunter 44 Kinder.

9. Februar 1971: Wegen überhöhter Geschwindigkeit entgleist bei Aitrang im bayerischen Allgäu der TEE 56 "Bavaria". Ein Schienenbus prallt gegen den umgestürzten Steuerwagen. 28 Menschen verlieren bei dem Unfall ihr Leben, 34 werden schwer verletzt.

27. Mai 1971: Auf der Strecke von Wuppertal nach Radevormwald in Nordrhein-Westfalen stößt ein mit Schülern besetzter Sonderzug mit einem Nahgüterzug zusammen. 46 Menschen sterben.

21. Juli 1971: In Rheinweiler bei Freiburg in Baden-Württemberg entgleist der D 370 "Schweiz-Express". 23 Menschen sterben.

8. Juni 1975: Auf der Strecke von München nach Lenggries in Bayern stoßen zwei Eilzüge frontal zusammen. 41 Menschen werden getötet, 122 verletzt.

27. Juni 1977: Bei Lebus im heutigen Brandenburg stoßen zwei Personenzüge frontal zusammen. 29 Menschen kommen ums Leben.

2. Februar 1990: Beim Zusammenstoß zweier Vorortzüge im Bahnhof Rüsselsheim in Hessen verlieren 17 Menschen ihr Leben, 72 werden verletzt.

3. Juni 1998: Wegen eines gebrochenen Radreifens entgleist der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" im niedersächsischen Eschede und zerschellt an einer Brücke. Dabei kommen 101 Menschen ums Leben, über 100 werden zum Teil schwer verletzt.

22. September 2006: Auf der Teststrecke in Lathen im niedersächsischen Emsland rast ein Transrapid auf einen Arbeitszug. 23 Menschen sterben, elf werden verletzt.

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Dossier
3. Juni 1998: Zugunglück bei Eschede © Picture-Alliance / dpa
 

Das ICE-Unglück von Eschede

101 Menschen sterben bei der Katastrophe am 3. Juni 1998, mehr als 100 werden verletzt. mehr