Der Wolf und die 7 Geißlein

 

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Es war einmal: So fangen Märchen an.
Ein Märchen ist eine sehr alte Geschichte.
Dieses Märchen heißt: Der Wolf und die 7 Geißlein.
Das Märchen geht so:

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Auf dem Bild ist eine Geiß mit ihren 7 Kindern. Eine Geiß ist eine Ziege.

Eine Geiß hat 7 Geißlein.
                Eine Geiß ist eine Ziege.
                Und die Geißlein sind die Kinder von der Ziege.
Die Ziegen∙mutter liebt ihre Ziegen∙kinder sehr.
Es ist ein schöner Morgen.
Und die Ziegen∙mutter sagt zu ihren Ziegen∙kindern:
                Ich gehe in den Wald.
                Und hole Futter.
                Passt gut auf euch auf!
                Vielleicht kommt der Wolf.
                Der Wolf ist ein böses Tier.
                Der Wolf will euch fressen.
                Deshalb dürft ihr nicht die Tür aufmachen.
                Der Wolf ist schlau.
                Und der Wolf kann sich verkleiden.
                Aber ihr erkennt den Wolf an seiner Stimme:
                Die Stimme vom Wolf ist dunkel.
                Und böse.
                Und ihr erkennt den Wolf an seinen Pfoten:
                Die Pfoten vom Wolf sind schwarz.
                So erkennt ihr den Wolf.
                Ihr dürft dem Wolf nicht die Tür aufmachen.
Die Ziegen∙kinder antworten:
                Liebe Mutter.
                Hab keine Angst.
                Wir passen gut auf uns auf.
                Wir machen die Tür nicht auf.

Die Ziegen∙mutter ist beruhigt.
Und die Ziegen∙mutter geht in den Wald.
Jetzt sind die Ziegen∙kinder alleine im Haus.
Die Ziegen∙kinder spielen.
Plötzlich klopft es an der Tür.
Eine Stimme ruft:
                Liebe Kinder.
                Macht die Tür auf.
                Ich habe Geschenke für euch.
Die Stimme ist dunkel.
Und böse.
Deshalb rufen die Ziegen∙kinder:
                Du bist nicht unsere Ziegen∙mutter.
                Die Stimme von unserer Ziegen∙mutter ist hell.
                Und freundlich. 
                Aber deine Stimme ist dunkel.
                Und böse.
                Du bist der Wolf.
                Wir machen die Tür nicht auf.


Der Wolf ärgert sich.
Und verschwindet.
Der Wolf geht in einen Laden.
Der Wolf kauft ein großes Stück Kreide.
Der Wolf isst die Kreide.
Der Wolf weiß nämlich:
                Kreide macht die Stimme hell.


Dann geht der Wolf wieder zum Haus von den Ziegen∙kindern.
Der Wolf klopft an die Tür.
Und ruft:
                Liebe Kinder.
                Macht die Tür auf.
                Ich habe Geschenke für euch.
Die Ziegen∙kinder denken:
                Die Stimme ist hell.
                Und die Stimme ist freundlich.
                So wie die Stimme von unserer Ziegen∙mutter.

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Auf dem Bild steht ein Ziegen∙kind am Fenster. Der Wolf hält seine Pfote vor das Fenster. Die Pfote ist schwarz.


Aber die Ziegen∙kinder sind vorsichtig.
Die Ziegen∙kinder gucken aus dem Fenster.
Und die Ziegen∙kinder sehen eine schwarze Pfote.
Deshalb rufen die Ziegen∙kinder:
                Du bist nicht unsere Ziegen∙mutter.
                Unsere Ziegen∙mutter hat eine weiße Pfote.
                Deine Pfote ist schwarz.
                Du bist der Wolf.
                Wir machen die Tür nicht auf.
Der Wolf ärgert sich.
Und verschwindet.


Jetzt hat der Wolf eine Idee:
Der Wolf geht zum Bäcker.
Der Wolf sagt zum Bäcker:
                Meine Pfote tut weh.
                Mach mir Teig auf meine Pfote.
                Das kühlt meine Pfote.
                Dann tut meine Pfote nicht mehr weh.
Der Bäcker hat Angst vor dem Wolf.
Deshalb macht der Bäcker Teig auf die Pfote vom Wolf.


Dann geht der Wolf zum Müller.
Der Wolf weiß:
                Der Müller macht aus Körnern weißes Mehl.
Also sagt der Wolf zum Müller:
                Mach weißes Mehl auf meine Pfote.
Der Müller antwortet:
               Du bist der böse Wolf.
               Ich helfe dir nicht.
Der Wolf ärgert sich.
Und sagt:
               Mach weißes Mehl auf meine Pfote.
               Oder ich fresse dich!
Jetzt hat der Müller Angst.
Deshalb macht der Müller weißes Mehl auf die Pfote vom Wolf.
Die Pfote vom Wolf ist jetzt auch ganz weiß.

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Auf dem Bild ist der böse Wolf.


So geht der Wolf wieder zum Haus von den Ziegen∙kindern.
Der Wolf klopft an die Tür.
Und ruft:
                Liebe Kinder.
                Macht die Tür auf.
                Ich habe Geschenke für euch.
Die Ziegen∙kinder rufen:
                Deine Stimme ist hell.
                Und freundlich.
                So wie die Stimme von unserer Ziegen∙mutter.
                Aber zeig uns erst deine Pfote.
Der Wolf hält seine Pfote vor das Fenster.
Die Ziegen∙kinder sehen eine weiße Pfote.
Die Ziegen∙kinder denken:
                Das ist unsere Ziegen∙mutter.
Die Ziegen∙kinder freuen sich.
Und die Ziegen∙kinder machen die Tür auf.
Doch vor der Tür steht der böse Wolf.

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Auf dem Bild versteckt sich das 3. Ziegen∙kind im Ofen.

Die Ziegen∙kinder erschrecken ganz fürchterlich.
Und die Ziegen∙kinder haben große Angst.
Die Ziegen∙kinder verstecken sich im Haus:
Das 1. Ziegen∙kind versteckt sich unter dem Tisch.
Das 2. Ziegen∙kind versteckt sich im Bett.
Das 3. Ziegen∙kind versteckt sich im Ofen.
Das 4. Ziegen∙kind versteckt sich in der Küche.
Das 5. Ziegen∙kind versteckt sich im Schrank.

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Auf dem Bild versteckt sich das 6. Ziegen∙kind in der Wasch∙schüssel.

Das 6. Ziegen∙kind versteckt sich in der Wasch∙schüssel.
Das 7. Ziegen∙kind versteckt sich in der Wand∙uhr.
Die Wand∙uhr hat nämlich einen Uhren∙kasten.
Der Uhren∙kasten ist ein sehr gutes Versteck.

Der Wolf läuft durch das Haus.
Und sucht die Ziegen∙kinder.
Der Wolf findet 6 Ziegen∙kinder.
Aber das 7. Ziegen·kind findet der Wolf nicht.
Der Wolf guckt nämlich nicht in den Uhren∙kasten.

Der Wolf hat großen Hunger.
Also verschluckt der Wolf alle 6 Ziegen∙kinder.
Jetzt ist der Wolf satt.
Und müde.
Der Wolf geht hinaus auf die Wiese.
Der Wolf legt sich unter einen Baum.
Und schläft ein.


Die Ziegen∙mutter hat Futter geholt.
Jetzt kommt die Ziegen∙mutter nach Hause.
Und erschrickt:
                Die Tür vom Haus ist offen.
Die Ziegen∙mutter geht vorsichtig ins Haus.
Die Ziegen∙mutter sieht:
                Der Tisch ist umgefallen.
                Scherben liegen auf dem Boden.
                Ein Stuhl ist kaputt.

Die Ziegen∙mutter sucht ihre Ziegen∙kinder.
Und die Ziegen∙mutter ruft ihre Ziegen∙kinder.
Aber die Ziegen∙kinder antworten nicht.
Die Ziegen∙mutter sucht überall.
Aber es ist kein Ziegen∙kind da.
Plötzlich ruft eine Stimme:
                Liebe Ziegen·mutter.
                Ich bin hier.
Da guckt die Ziegen∙mutter in den Uhren∙kasten.
Und findet das 7. Ziegen∙kind.
Das 7. Ziegen∙kind weint.
Und das 7. Ziegen∙kind sagt:
                Der Wolf war hier.
                Und der Wolf hat die anderen Ziegen∙kinder gefressen.
Jetzt weint auch die Ziegen∙mutter.

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Auf dem Bild liegt der Wolf unter einem Baum. Der Wolf schläft.

Die Ziegen∙mutter geht nach draußen.
Und das 7. Ziegen∙kind geht mit.
Die Ziegen∙mutter sieht den Wolf:
                Der Wolf liegt unter einem Baum.
                Der Wolf schläft.
                Und der Wolf schnarcht laut.
Die Ziegen∙mutter guckt sich den Wolf genau an:
Der Wolf hat einen dicken Bauch.
Der Bauch vom Wolf bewegt sich.
Die Ziegen∙mutter denkt:
                Meine Ziegen∙kinder leben noch.
Die Ziegen∙mutter sagt zum 7. Ziegen∙kind:
                Hol mir eine Schere.
                Und eine Nadel.
                Und einen Faden.

Das 7. Ziegen∙kind holt diese Dinge.
Die Ziegen∙mutter nimmt jetzt die Schere.
Und die Ziegen∙mutter schneidet den Bauch vom Wolf auf.
Die Ziegen∙mutter sieht das 1. Ziegen∙kind.
Das 1. Ziegen∙kind bewegt sich.
Und das 1. Ziegen∙kind lebt.
Die Ziegen∙mutter schneidet weiter.
Die Ziegen∙mutter sieht:
Alle Ziegen∙kinder bewegen sich.
Und alle Ziegen∙kinder leben.
Die Ziegen∙kinder klettern aus dem Bauch vom Wolf.
Die Ziegen∙mutter umarmt ihre Ziegen∙kinder.
Die Ziegen∙kinder freuen sich.
Und die Ziegen∙kinder tanzen.

Aber die Ziegen∙mutter sagt:
                Holt schnell große Steine.
                Die Steine legen wir in den Bauch vom Wolf.
                Der Wolf soll denken:
                               Die Steine sind Ziegen∙kinder.
               Beeilt euch.
                Vielleicht wacht der Wolf gleich auf.

Die Ziegen∙kinder holen große Steine.
Und die Ziegen∙kinder legen die Steine in den Bauch vom Wolf.
Die Ziegen∙mutter nimmt den Faden.
Und die Ziegen∙mutter nimmt die Nadel.
Und die Ziegen∙mutter näht den Bauch vom Wolf zu.
Der Wolf merkt nichts.
Der Wolf schläft weiter.
Die Ziegen∙mutter sagt zu ihren Ziegen∙kindern:
                Jetzt gehen wir schnell ins Haus.
                Und wir sehen dem Wolf vom Haus aus zu.


Nach einer Weile wacht der Wolf auf.
Der Wolf hat Durst.
Die Steine im Bauch haben den Wolf durstig gemacht.
Der Wolf geht zum Brunnen.
Die Steine bewegen sich im Bauch vom Wolf.
Der Wolf denkt:
                Mein Bauch ist voll mit Ziegen∙kindern.
                Die Ziegen∙kinder sind schwer.
                So wie Steine.

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Auf dem Bild fällt der Wolf in den Brunnen. Und ertrinkt.


Der Wolf will aus dem Brunnen trinken.             
Deshalb lehnt sich der Wolf über den Rand vom Brunnen.
Aber die Steine im Bauch vom Wolf sind schwer.
Die Steine ziehen den Wolf in den Brunnen.
Der Wolf verliert das Gleich∙gewicht.
Der Wolf kann sich nicht fest∙halten.
Der Wolf fällt in den Brunnen.
Und ertrinkt.

Die Ziegen∙kinder sehen das.
Und die Ziegen∙kinder sind sehr froh:
Jetzt kann ihnen der böse Wolf nichts mehr tun.
Die Ziegen∙kinder laufen zum Brunnen.
Und die Ziegen∙mutter läuft mit.
Die Ziegen∙mutter und die Ziegen∙kinder tanzen um den Brunnen.
Und rufen:
                Der Wolf ist tot!
                Der Wolf ist tot!

Das war das Märchen vom Wolf und den 7 Geißlein.

 

Das Märchen wurde in Leichte Sprache übersetzt.
Die Übersetzer sind:
                • Sabrina Müller.
                • Und Lena Simmert.
Sabrina Müller, Lena Simmert und Lisa Klingler haben auch die Bilder gemalt.