Manuskript zum Beitrag
Der Text zum Beitrag "Kein Vertrauen in die Lebensmittelbranche" vom 06.03.2013.
Download startenKrisenkommunikation wird nirgends so dringend benötigt wie bei Lebensmittelskandalen. Aber genau da bleibt sie bisher aus. Journalisten und Verbraucherschützer müssen sich für die Berichterstattung über aktuelle Lebensmittelskandale durch einen Wust an Bundes- und Dachverbänden telefonieren, wo jeder gern an den anderen verweist.
Pferdefleisch, Futtermittel, Hühnerhaltung - Krisenkommunikation wird nirgends so dringend benötigt wie bei Lebensmittelskandalen. Aber genau da bleibt sie bisher aus.
Der neue Geschäftsführer des Vereins Deutsche Lebensmittelwirtschaft, Stephan Becker-Sonnenschein, soll nun die Stimme der gesamten deutschen Lebensmittelwirtschaft sein. Doch auch er sieht das Problem, dass er bei Krisen nicht für alle sprechen kann: "Eine Krise betrifft meistens eine Branche, ein Unternehmen, und die Fachexpertise sitzt in den jeweiligen Unternehmen. Darum wird dieser Verein zu diesem Einzelthema in einer Branche oder in einem Unternehmen nichts sagen können." Verbraucherschützer und Journalisten befürchten, dass weiterhin gemauert wird und dass Transparenz, durch neue Vereine und neue Vereinsvertreter nicht automatisch hergestellt wird.
Welthunger
Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die... [mehr]