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Ungarn: Die Mittelschicht verarmt
Und noch ein europäisches Land, das kurz vor dem Bankrott steht: Die Ungarn können das neue Elend nicht fassen. In der "Beheizten Straße", einer der größten Obdachlosen-Einrichtungen Budapests, finden dutzende Menschen täglich einen Schlafplatz und etwas zu essen. Hierher kommen viele, die noch vor kurzem der Mittelschicht angehörten. "Ich war früher Lehrer", erzählt einer der obdachlosen Bewohner, "aber dann ging es schnell abwärts, und keiner hilft mir, wieder auf die Beine zu kommen." Die ungarische Regierung tut alles, um auch die letzte Hilfe für diese verarmten Menschen unmöglich zu machen: Kirchlichen Einrichtungen wie der "Beheizten Straße" droht das Aus durch ein neues rigides Gesetz, das kirchlichen Hilfsorganisationen die staatliche Anerkennung und damit auch das Geld entziehen. Eine soziale Katastrophe, die immer mehr Ungarn betrifft: Von zehn Millionen Einwohnern leben inzwischen schon 1,3 Millionen in "tiefster Armut" - das heißt, sie hungern.
Autoren: Ralf Dörwang / Sugarka Sielaff
Russland: Rollt der Rubel noch?
Es war eine dieser tiefsinnigen Fragen unserer Zuschauer, die Weltreporter Dennis Gastmann in eine andere Welt katapultiert haben: "Rollt der Rubel noch?" Auf der Suche nach einer Antwort besuchte Gastmann unter anderem eine Moskauer Millionärsmesse. Warum werden viele Russen immer reicher, trotz Haushaltsdefizit und Krise? Was Moskaus Millionäre dazu sagen, lässt tief blicken. Und erklärt vielleicht auch, warum die Sehnsucht nach echter Demokratie, Freiheit und Rechtssicherheit bei manch privilegiertem russischen Wähler eher zweitrangig ist, wenn es am kommenden Sonntag darum geht, einen neuen - oder auch alten - Präsidenten zu wählen.
Autor: Dennis Gastmann