Weltbilder

Dienstag, 24. Oktober 2017, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 26. Oktober 2017, 01:35 bis 02:05 Uhr

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Slowakei: Gelungene Integration von Roma

Der Alltag der Roma in der Slowakei sieht häufig so aus: Ausgegrenzt von der Mehrheitsgesellschaft leben sie am Rande von Ortschaften in einfachen Hüttensiedlungen. Die meisten von ihnen sind ohne Job. Dass es auch anders geht, beweist der Bürgermeister des Dorfes Spissky Hrov. Er hat einen Gemeindebetrieb für Roma gegründet, die sonst auf dem freien Arbeitsmarkt keine Chance haben. Mit der Arbeit kam das Geld, das viele der Roma investiert haben in neue Wohnungen und renovierte Häuser. Es gibt mittlerweile bescheidenen Wohlstand. Heute gilt das Dorf als Vorbild für gelungene Integration.
Autor: Jürgen Osterhage

Südafrika: Legaler Nashorn-Handel

In Südafrika werden jährlich Hunderte Nashörner von Wilderern erlegt. Sie haben es auf das Horn der Tiere abgesehen - ein illegaler Markt, der den Kriminellen Millionengewinne einbringt. Nun soll in Südafrika ein legaler Markt etabliert werden. Nashorn-Farmer züchten die Tiere und nehmen ihnen regelmäßig unter Betäubung die Hörner ab. Das Tier muss nicht sterben und das Horn wächst nach. Die privaten Nashorn-Farmer rechnen damit, dass der legale Markt den illegalen austrocknen wird. Doch dieser Plan ist in Südafrika umstritten.
Autor: Thomas Denzel

Indien: Kuh-Kult fördert Bauernarmut

Kühe werden in Indien nicht geschlachtet. Sie verbringen ihren Lebensabend in einer Art Altersheim. Kühe gelten bei gläubigen Hindus als heilig und werden angebetet. Alles was ihnen schaden würde, wäre nicht im Sinne der Religion. Die regierenden Hindu-Fundamentalisten haben im Bundesstaat Rajasthan eigens einen Minister für Kuh-Wohlfahrt ernannt, fördern die Kuh-Pflege mit enormem finanziellen Aufwand. Doch die Bauern in der Region sind unzufrieden. Denn nicht alle Kühe werden in den Kuh-Tempeln aufgenommen. Und wer eine Kuh schlachtet, muss mit hohen Strafen rechnen.
Autor: Peter Gerhardt

China: Überwachung durch Gesichtserkennung

Die Maschine erkenne Menschen zuverlässig, auch Schminke oder Masken könnten sie nicht täuschen, sagt der Betreiber der größten Plattform für Gesichtserkennung in China. Immer häufiger werde sie eingesetzt. Die Anwender seien Unternehmen und zu 60 Prozent Behörden öffentlicher Sicherheit - in Flughäfen und Bahnhöfen. Es gehe nicht nur um die Aufklärung von Raub und Mord, sondern auch um "gesellschaftliche Stabilität, Sicherheit und Harmonie", heißt es im Magazin der Kommunistischen Partei "Suche nach Wahrheit". Die neue digitale Überwachung "made in China" könnte der Staatsführung dort schon bald ermöglichen, jeden Andersdenkenden sofort und überall aufzuspüren.
Autor: Mario Schmidt

Russland: Kampf gegen häusliche Gewalt

Fast täglich kommt Alexander Sawtschuk an das Grab seiner Tochter Jana. Vor einem Jahr wurde sie von ihrem Freund im Alter von 36 Jahren erschlagen - das tragische Ende einer Serie häuslicher Gewalt. Jede Stunde stirbt in Russland eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. Bis heute aber wird das Thema in vielen Familien bagatellisiert. Neben Betreuungseinrichtungen für die Opfer fehlt es an Gesetzen, die Frauen schützen und der Gewalt vorbeugen. Russische Aktivisten versuchen seit mehr als 20 Jahren erfolglos, ein Gesetz gegen häusliche Gewalt auf den Weg zu bringen, wie es bereits in 143 Ländern der Welt existiert.
Autorin: Galina Breitkreuz

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