Weltbilder

Dienstag, 26. September 2017, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 28. September 2017, 01:45 bis 02:15 Uhr

Moderatorin Julia-Niharika Sen.

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Peru: Mauer in Lima trennt Arm und Reich

Nirgends ist die Grenze zwischen Arm und Reich so scharf und deutlich wie in der Hauptstadt von Peru in Lima. Eine fast zehn Kilometer lange Mauer, zum Teil mit Stacheldraht bewehrt, trennt hier Slums von Villenvierteln. Auf der einen Seite der Mauer gehört ein Pool zum Lebensstandard, die Nachbarn auf der anderen Seite haben nicht einmal Wasser zum Kochen und Waschen. Die Mauer quer durch die Stadt ist noch älter als die Berliner Mauer, aber sie steht noch immer und die extreme Ungleichheit in Perus Gesellschaft scheint zementiert zu sein.
Autor: Michael Stocks

Iran: Atomabkommen vor dem Aus?

Das Atomabkommen sollte dem Iran wirtschaftlichen Aufschwung bringen, die jahrelangen Sanktionen beenden. Auch die politische Akzeptanz von Präsident Rohani ist eng mit dem Abkommen verbunden. Jetzt, nachdem US-Präsident Trump mit der Kündigung der Vereinbarung droht, scheint alles fraglich, die Hardliner im Land bekommen Aufwind. "Wir halten zusammen und bis zum letzten Atemzug stehen wir für die Islamische Republik. Tod Amerika!" Solche Stimmen gab es schon immer, aber nun werden sie wieder lauter in der islamischen Republik. Und auch neue Raketentests deuten auf einen neuen Konfrontationskurs mit den USA hin.
Autorin: Natalie Amiri

Schweiz: Tierschützer kämpfen für Kuhhörner

90 Prozent der Milchkühe in der Schweiz haben keine Hörner mehr. Ob die Enthornung dem Wohl der Tiere schadet oder nicht, ist wissenschaftlich nicht bewiesen - Tierschützer meinen aber, das Horn sei ein wichtiges Körperteil. Armin Capaul ist Bauer und kämpft für die Hörner seiner Kühe, wie Tausende andere Schweizer auch. Gegen die "Verstümmelung" wurde deshalb die "Hornkuh-Initiative" durch beinahe 121.000 Wahlberechtigte Schweizer ins Leben gerufen. Bauern, die fortan ihren Kühen und Ziegen die Hörner lassen, sollen laut der Initiative vom Bund subventioniert werden.
Autor: N.N.

Thailand: Kleinkinder im Boxring

Die kleine Massalin ist fünf Jahre alt und Kickboxerin. Sie trainiert sechs Mal die Woche. Trainiert wird Massalin vor allem von ihrem Vater. Nopparti Yuhanngor bekommt in seinem Beruf als Handwerker gerade den Mindestlohn von umgerechnet 230 Euro. Wie die meisten der vielen armen Familien wollen auch die Yuhanngors, dass ihr Kind durch die beim Thaiboxen ausgelobten Prämien etwas dazuverdient. Das Verletzungsrisiko in dieser Kampfsportart ist jedoch sehr groß. Ausländische Ärzte warnen besonders vor Gehirnschäden, zum Beispiel früher Demenz. Aber Thailands Behörden berufen sich auf die jahrhundertealte Tradition des Muay Thai. Bis heute gibt es in Thailand keine ernsthaften Anstrengungen, Kinder vor Kämpfen zu schützen.
Autor: Marc Schlömer

Angola: Stahlgewinnung aus alten Waffen

27 Jahre herrschte Bürgerkrieg in Angola. Mit schwerem Gerät wurde gekämpft. Geblieben ist davon oft nur Schrott - über das ganze Land verteilt. Zurück blieb ein riesiger Friedhof voller zerstörter Panzer und Kanonen. Aus den Waffen der Vergangenheit entsteht nun die Zukunft des Landes, so sieht es Vorarbeiter Jose Simao. Er und seine Kollegen zerlegen was sie aus dem ganzen Land zusammengetragen haben. Dann geht es in kleinen Teilen in die Stahlfabrik nebenan. Bisher musste Angola Stahl meist importieren, denn er ist hier Mangelware, genauso wie Reis oder Getreidemehl. Fast 200.000 Tonnen Stahl werden hier jetzt im Jahr produziert - etwa die Hälfte dessen was das Land benötigt. Und die Fabrik ist eine der wenigen, die nichts mit der Ölindustrie zu tun hat, von der ist Angola bisher völlig abhängig.
Autor: Thomas Denzel

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