Schmerzen lindern ohne Pillen: Elektrotherapie
Therapien mit Strom werden bei Gelenk- und Rückenschmerzen, aber auch bei neurologischen Problemen mit Erfolg eingesetzt. Visite stellt die Elektrotherapie vor. mehr
Mit sanften Berührungen zu Gesundheit und Wohlbefinden: Das ist das Ziel der fernöstlichen Heilmassage Shiatsu. Das Heilen mit den Händen kommt aus Japan und orientiert sich an der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Seit 30 Jahren wird Shiatsu nun auch in Europa praktiziert und kann besonders bei chronischen Schmerzen Linderung bringen.
Die Grundlage dieser japanischen Heilkunst bildet die Vorstellung, dass eine Lebensenergie Qi auf Meridianen durch den menschlichen Körper läuft. Ist dieser Energiefluss gestört, können Krankheit und Schmerzen die Folgen sein. Um das Energieungleichgewicht genau zu lokalisieren, ist eine ausführliche Anamnese zu Beginn der Behandlung wichtig. Anschließend tastet der Therapeut den Körper ab und löst mit sanftem Druck Verspannungen. Dadurch soll das Energiegleichgewicht wieder hergestellt werden.
Streng wissenschaftlich bewiesen ist dieser Denkansatz bis heute nicht. Bewiesen jedoch ist, dass durch die Shiatsu-Berührungen Vermittlersubstanzen ausgeschüttet werden, die an Nervenzellen schmerzhemmend wirken und Stresshormone mindern können. Neben der Schmerzbehandlung kann die Medizin mit den Händen unter anderem auch bei Schlafstörungen, Verdauungsproblemen oder Erschöpfungszuständen eingesetzt werden. Eine Shiatsubehandlung dauert etwa 45 Minuten und kostet rund 90 Euro. Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Therapie nicht.
Wilfried Rappenecker
Allgemeinmediziner und Leiter der Schule für Shiatsu Hamburg
Oelkersallee 33
22769 Hamburg
E-Mail: schule(at)fuer-shiatsu.de
Autorin des Fernsehbeitrags:
Sigrun Damas