Impftherapie gegen Schwarzen Hautkrebs

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin geht an drei Immunforscher. Einer von ihnen ist der kanadische Wissenschaftler Ralph Steinman. Er erhält die Auszeichnung posthum, denn wenige Tage vor der Bekanntgabe verstarb Steinman.

Impftherapie gegen Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs ist besonders aggressiv, Tochtergeschwüre streuen schnell im ganzen Körper. Nun bringen Forscher Abwehrzellen im Labor bei, Tumorzellen zu vernichten.

Der Wissenschaftler wird für seine Forschungen an den sogenannten dendritischen Zellen ausgezeichnet. Diese das Immunsystem aktivierenden Abwehrzellen spielen eine besondere Rolle in einer neuen Therapie, die derzeit an der Uni Erlangen erprobt wird: der Impftherapie gegen den Schwarzen Hautkrebs, das Melanom.

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Der diesjährige Nobelpreis für Medizin sollte an drei Immunsystem-Forscher gehen - doch einer der drei, Ralph Steinman, starb kurz vor der Verkündung. Mehr bei tagesschau.de.

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Diese Therapie bedeutet vor allem für die Patienten eine letzte Chance, deren Melanom im Körperinneren entstanden ist und nicht wie üblich auf der Körperoberfläche, wo es relativ leicht zu erkennen und in der frühen Phase zu entfernen wäre. Breitet sich das Melanom im Körper aus, können auch Operationen und Chemotherapie die Überlebenszeit kaum verlängern. Die Erlangener Forscher hoffen, diesen Patienten mit ihrer Impfung effektiver helfen zu können.

Abwehrzellen lernen Schwachstellen der Tumorzellen kennen

Vor der Impfung müssen der Tumor und etwaige Tochtergeschwülste (Metastasen) allerdings entfernt und eine Chemotherapie durchgeführt werden, um die Zahl der Krebszellen im Körper so weit wie möglich zu reduzieren. Dann werden mit einer speziellen Maschine spezielle Abwehrzellen, sogenannte Monozyten, aus dem Blut gefiltert. Sie können Tumorzellen normalerweise nicht erkennen und bekämpfen, da es sich dabei um körpereigenes Gewebe handelt.

Im Labor werden die Monozyten mehrere Tage kultiviert und mit einem Zytokinmix behandelt. Dieses Gemisch aus Botenstoffen bringt die Monozyten dazu, ihre Funktion und ihre Gestalt zu verändern: Sie verwandeln sich zu dendritischen Zellen, die anschließend mit ebenfalls zuvor entnommenen Tumorzellen zusammengebracht werden. Auf diese Weise lernen sie die Schwachstellen des Tumors kennen: bestimmte Eiweißbruchstücke, die nur er an seiner Oberfläche trägt. Die neuen dendritischen Zellen kopieren diese Eiweißfragmente und heften sie an ihre eigene Oberfläche. Danach kehren sie durch eine Impfung zurück in den Körper. Die einfachen Abwehrzellen vermehren sich daraufhin, schwärmen aus und enttarnte Tumorzellen im Körper werden vernichtet.

Nur in wenigen Fällen gelingt es den Ärzten bislang, alle Tochtergeschwülste zu vernichten - aber häufig verlängert diese Therapie die Überlebenszeit von wenigen Monaten auf viele Jahre. So lässt sich der Krebs zwar nicht heilen, aber doch oft aufhalten. Da sich die Immunabwehr mit der Zeit wieder abschwächt, muss die Impfung zwei Mal pro Jahr aufgefrischt werden.

Abwehrzellen lernen Schwachstellen der Tumorzellen kennen

Vor der Impfung müssen der Tumor und etwaige Tochtergeschwülste (Metastasen) allerdings entfernt und eine Chemotherapie durchgeführt werden, um die Zahl der Krebszellen im Körper so weit wie möglich zu reduzieren. Dann werden mit einer speziellen Maschine spezielle Abwehrzellen, sogenannte Monozyten, aus dem Blut gefiltert. Sie können Tumorzellen normalerweise nicht erkennen und bekämpfen, da es sich dabei um körpereigenes Gewebe handelt.

Im Labor werden die Monozyten mehrere Tage kultiviert und mit einem Zytokinmix behandelt. Dieses Gemisch aus Botenstoffen bringt die Monozyten dazu, ihre Funktion und ihre Gestalt zu verändern: Sie verwandeln sich zu dendritischen Zellen, die anschließend mit ebenfalls zuvor entnommenen Tumorzellen zusammengebracht werden. Auf diese Weise lernen sie die Schwachstellen des Tumors kennen: bestimmte Eiweißbruchstücke, die nur er an seiner Oberfläche trägt.

Die neuen dendritischen Zellen kopieren diese Eiweißfragmente und heften sie an ihre eigene Oberfläche. Danach werden sie als Impfung zurück in die Lymphknoten des Patienten gespritzt, wo sie ihr Wissen an die einfachen Abwehrzellen weitergeben, die sich daraufhin vermehren, ausschwärmen und enttarnte Tumorzellen im Körper vernichten.

Krebs kann aufgehalten werden

Nur in wenigen Fällen gelingt es den Ärzten bislang, alle Tochtergeschwülste zu vernichten - aber häufig verlängert diese Therapie die Überlebenszeit von wenigen Monaten auf viele Jahre. So lässt sich der Krebs zwar nicht heilen, aber doch oft aufhalten. Da sich die Immunabwehr mit der Zeit wieder abschwächt, muss die Impfung zwei Mal pro Jahr aufgefrischt werden.

Interviewpartnerin im Beitrag:

Priv.-Doz. Dr. Beatrice Schuler-Thurner
Hautärztin
Leiterin Experimentelle Immuntherapie
Hautkrebszentrum
Universitätsklinikum Erlangen
Hartmannstraße 14
91052 Erlangen
Tel. (09131) 854 58 33
E-Mail: experimentelle-immuntherapie(at)uk-erlangen.de

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Radio-Visite: Impfung gegen Hautkrebs

25.10.2011 | 09:20 Uhr
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Bei diesem neuen Ansatz wird die körpereigene Abwehr gestärkt.

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