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Der graue Star ist eine häufige Alterserkrankung. Die einzige erfolgversprechende Therapie ist eine Operation. Außerdem: Krampfadern - Welcher Eingriff ist der beste?
Wiederholung der Sendung
01.06.2012 01:45 Uhr
Es ist weder das Wasser, noch der Tee - und schon gar nicht das Bier! Das beliebteste Getränk der Deutschen heißt: Kaffee. Mehr als 150 Liter trinken wir im Schnitt pro Kopf und Jahr. Deutschland, einig Kaffeeland. Doch warum hält uns Kaffee eigentlich wach? Und welche Nebenwirkungen hat er? Plietsch verrät, was im Kaffee steckt!
Er macht uns wach und schützt uns vor Krebs und Parkinson: Das Lieblingsgetränk der Deutschen hat viele Qualitäten. Senioren soll er nun sogar beim Einschlafen helfen.
Koffein heißt der Stoff, der den Kaffee zum Muntermacher macht. Es ist ein natürlicher Bestandteil der Kaffeebohne, der bei der Photosynthese der Pflanze entsteht. In geringen Maßen regt Koffein das zentrale Nervensystem sowie das Herz an. Und das funktioniert so: Normalerweise dockt der Botenstoff Adenosin in bestimmten Bereichen unseres Gehirns an und beruhigt unsere kleinen grauen Zellen. Weil Koffein eine ähnliche Form wie Adenosin hat, kann es dessen Andockstellen blockieren. Die beruhigende Wirkung bleibt deshalb aus und unser Gehirn läuft weiter auf Hochtouren.
Kaffee in Maßen hilft uns, Kaffee in Übermengen schadet der Gesundheit.
Für Kaffeetrinker gilt allerdings: Bitte in Maßen genießen! Dann steigert das schwarze Gold unsere Konzentration und schützt Studien zufolge sogar vor Krebs, Diabetes und Parkinson. Zuviel Kaffee schadet dagegen dem Magen und dem Knochenbau. Und er macht uns auch nicht immer wacher. Forscher haben herausgefunden, dass große Mengen Koffein die Leistungsfähigkeit sogar beeinträchtigen. Ernährungsexperten empfehlen daher, nicht mehr als vier Tassen am Tag zu trinken.
Wenn wir nach dem Kaffee schnell aufs stille Örtchen verschwinden müssen, dann ist nicht das Koffein schuld, sondern die Chlorogensäure. Das ist eine harntreibende Substanz, die unter anderem in grünen Kaffeebohnen enthalten ist. Zu viel Chlorogensäure kann unsere Magenschleimhaut reizen. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte deshalb weniger Kaffee trinken - und darauf achten, nur stark geröstete Sorten wie Arabica-Bohnen zu wählen. Denn je intensiver die Bohnen geröstet werden, desto weniger Chlorogensäure enthalten sie. Sehr aromatische, starke Kaffees wie der Espresso sind also magenschonender, als schwach geröstete, weniger aromatische Kaffees.
Milch mildert die Säure im Kaffee, die die Magenschleimhaut angreifen kann.
Zwei Drittel der deutschen Kaffeetrinker mögen ihren Kaffee am liebsten mit Milch oder Sahne. Das ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Denn im Magen wirkt Milch wie ein Puffer gegen die Chlorogensäure im Kaffee. Diese kann den Magen nicht mehr so stark angreifen. Milch macht den Kaffee also verträglicher. Außerdem sorgt sie dafür, dass die anregende Wirkung des Koffeins im Blut länger anhält, als bei schwarzem Kaffee. Der Grund: Das Fett in der Milch verlangsamt die Aufnahme des Koffeins.
Eine Tasse Kaffee zum Einschlafen: Klingt kurios, hat sich aber vor allem bei älteren Menschen als erfolgreich erwiesen. In Seniorenheimen ist es gängige Praxis, den Bewohnern vor dem Nickerchen eine Tasse Kaffee zu servieren. Denn bei älteren Menschen ist das Gehirn oft schlechter durchblutet. Eine Folge sind Schlafstörungen. Das Koffein im Kaffee verbessert die Durchblutung des Gehirns. Seine Muntermacherqualitäten entwickelt es aber erst 15 bis 20 Minuten nach dem Trinken. Geht man in dieser Zeitspanne ins Bett, kann Kaffee gerade für Senioren ein prima Schlafmittel sein. Und schützt zudem noch vor Demenz. Finnische Forscher haben 2009 herausgefunden: Wer im mittleren Alter regelmäßig Kaffee trinkt, senkt sein Demenzrisiko um bis 65 Prozent.