Aluminium
Hinweise des Bundesinstituts für Risikobewertung über Lebensmitteln in Verbindung mit Aluminium
Link in neuem Fenster öffnenImmer wieder fragen sich Verbraucher besorgt, in welchem Maße Stoffe von der Verpackung in die Lebensmittel übergehen. Markt hat Professor Dr. Rainer Brandt von der FH Hannover, Experte für Lebensmittelverpackungstechnologie, nach dem derzeitigen Forschungsstand gefragt.
Keine Weichmacher in Frischhaltefolie
Erste Frage: Enthält Frischhaltefolie gefährliche Weichmacher? "In Frischhaltefolie, die in Deutschland produziert wurde, ist kein Weichmacher enthalten", erklärt Brandt. "Polyethylen, der Stoff aus dem die Folien bestehen, benötigt gar keine Weichmacher für die Verwendung als Frischhaltefolie." Es werde extra wenig Additive zugesetzt, damit die Folie wie gewünscht gut haftet. Allerdings sollte man sich klar machen, dass eine so dünne Polyethylenfolie keine Barriere für den Sauerstoff darstellt, ihre Wirkung besteht eher darin, schädliche mikrobiologische Einflüsse von dem Lebensmittel fernzuhalten.
Und Alufolie? "Mit Sicherheit hat Aluminiumfolie die beste Sperrwirkung gegen Sauerstoff und ist sehr bequem in der Handhabung", sagt Brandt. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist Aluminium in den Mengen, wie es in die Lebensmittel gelangen könnte, nicht schädlich für die Gesundheit. In Medikamenten gegen Magenübersäuerung (Antacida) beispielsweise wird Aluminium in einer vielfach höheren Menge eingesetzt, als es beim Kontakt mit Alufolie im Lebensmittel zu befürchten ist. Allerdings gibt es Einschränkungen beim Gebrauch: Alufolie sollte nicht verwendet werden, um feuchte salz- oder säurehaltige Lebensmittel zu verpacken, insbesondere wenn noch Kontakt zu anderen Metallen zum Beispiel Servierplatten besteht. Ein entsprechender Warnhinweis findet sich auch oft auch schon auf der Packung. Da unterschiedliche Metalle im Kontakt eine elektrische Batterie darstellen, besteht die Gefahr, dass sich Teile der Folie auflösen und in das Lebensmittel gelangen. Das ist zwar nicht schädlich, schmeckt aber nicht so gut. Zu den für Alufolie eher nicht geeigneten Lebensmitteln gehören beispielsweise Salzhering, Pökelfleisch, Sauerkraut oder auch Essiggurken.
Und Plastikboxen? "Wenn sie das Zeichen PE für Polyethylen oder PP für Polypropylen tragen, sind sie bedenkenlos für Lebensmittel einzusetzen", erklärt Brandt. Und wenn nicht? Dafür hat der Professor einen einfachen Trick parat: Die fragliche Schüssel in Wasser komplett eintauchen. Wenn sie auftaucht und an der Oberfläche schwimmt, ist es ein Zeichen dafür, dass sie aus PE oder PP besteht. Geht sie unter, könnte man sie sicherheitshalber entsorgen.