Hafer-Diät gegen Diabetes
Seit Jahrtausenden wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin Hafer bei Blutzuckerproblemen eingesetzt. Nun wird die Haferdiät auch hierzulande wieder genutzt. mehr
Erhöhte Blutzuckerwerte und Übergewicht steigern das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Für Diabetiker und für das Abnehmen ist ein niedriger Blutzuckerspiegel ausschlaggebend. Der Schlüssel ist das Hormon Insulin. Ist viel davon im Blut enthalten, kann man nicht richtig abnehmen, denn Insulin fördert die Fettlagerung. Bestimmte Substanzen in Lebensmitteln können helfen, den Blutzucker zu senken, das Gewicht zu reduzieren - und so Diabetes vorzubeugen.
Bestimmte Substanzen in Lebensmitteln können helfen, den Blutzucker zu senken, das Gewicht zu reduzieren und so Diabetes vorzubeugen. Fisch und Kürbis gehören dazu.
Winterliche Kürbissuppe mit Vollkornbrot ist eine gute Vorspeise für einen niedrigen Insulinspiegel und zum Senken des Blutzuckers. Zum Abnehmen Kürbis ein bis zweimal wöchentlich in den Speiseplan einbauen. Die Suppe wird durch einen weiteren Blutzucker-Killer verstärkt: Ingwer. Er erhöht die Insulinempfindlichkeit und verbessert die Bereitschaft der Zellen, Insulin aufzunehmen. Experten empfehlen den täglichen Verzehr, zum Beispiel auch als Tee. Auch die in Knoblauch enthaltenen schwefelhaltigen Aminosäuren verstärken die Wirksamkeit des Insulins. Zur Suppe gibt es Vollkornbrot. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die zwei oder mehr Vollkornprodukte am Tag essen, etwa 20 Prozent weniger Diabetes, Schlafanfall und Herzanfälle erleiden.
Als Hauptgang gibt es Seefisch mit leichtem Kartoffelsalat. Fisch enthält mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Sie wirken durchblutungsfördernd und blutdrucksenkend. Kohlenhydrate, die schnell gespalten werden, jagen den Blutzucker in die Höhe, sind also ungünstig und machen schnell dick. Das ändert sich bei Kartoffeln, wenn man sie nicht sofort verspeist, sondern nach dem Kochen kaltwerden lässt. So entwickeln die gesunden Knollen resistente Stärke, große Kohlenhydrat-Komplexe, die nicht vom Körper aufgenommen werden können.
Weihnachtliche Bratäpfel mit Nüssen und Zimt kommen für die Nachspeise auf den Tisch: Das Pektin in den Äpfeln sorgt dafür, dass der enthaltene Zucker nur sehr langsam vom Körper aufgenommen werden kann. Außerdem fördert Pektin die Darmflora und verbessert die Darmfunktion. Dazu am besten drei Äpfeln täglich essen. Auch die Füllung ist gesund: Nüsse sind reich an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Zimt senkt Blutzucker und Blutfettwerte. Für einen messbaren Effekt müsste ein Gramm verzehrt werden. Wenn aber mehrere Lebensmittel zusammenwirken, profitieren die Patienten auch von niedrigen Mengen der einzelnen Lebensmittel. Neben dem Verzehr gesunder Lebensmittel sollten Betroffene ihr Gewicht reduzieren, denn Übergewicht ist immer noch die Hauptursache für die Überforderung der Bauchspeicheldrüse.
Dr. Matthias Riedl
Internist, Diabetologe, Ernährungsmediziner
Ärztlicher Leiter Medicum Hamburg GbR
Dorritt Tonn, Dipl. Oecotrophologin
Diabetes Zentrum Berliner Tor
Medicum Hamburg GbR
Beim Strohhause 2
20097 Hamburg
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Prof. Dr. Andreas Pfeiffer
Leiter der Abteilung Klinische Ernährung
Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
Tel. (033200) 880
Fax (033200) 884 44
und
Leiter der Abteilung für Endokrinologie, Diabetes und Ernährung
Charité Universitätsmedizin Berlin - Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
Autorin des Fernsehbeitrags:
Sara Rainer