Chat-Protokoll: Darmkrebsvorsorge

Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Vorsitzender der Gastro-Liga e.V. © Prof. Dr. Jürgen F. Riemann Detailansicht des Bildes Prof. Dr. Jürgen F. Riemann stand im Chat Rede und Antwort. Die Darmspiegelung ist heute die aussagekräftigste Möglichkeit, um Darmkrebs früh zu erkennen. Doch viele Menschen haben Angst vor dem Eingriff. Alternativ dazu gibt es Tests auf Blut im Stuhl - die allerdings sehr ungenau sind und daher von vielen Medizinern nicht empfohlen werden. Seit einiger Zeit sind sogenannte immunologische Stuhltests auf dem Markt. Diese können zwar immer noch keine Darmspiegelung ersetzen, sie schnitten in Studien aber sehr viel besser ab als "normale" Stuhltests.

Prof. Jürgen F. Riemann, Vorsitzender der Gastro-Liga, hat Ihre Fragen im Chat beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen.

icke: Ist dieser Test bei negativem Befund ausreichend oder sollte man zusätzlich in bestimmten Zeitabständen auch eine Darmspiegelung durchführen lassen?

Prof. Jürgen F. Riemann: Wenn man kein besonders Risiko hat, keine familiäre Belastung, ist der Test ausreichend, wenn man ihn einmal im Jahr macht.

 

Yvonne: Ich bin 55 Jahre alt und meine Schwester ist an Darmkrebs gestorben. Ich habe schon zweimal eine Koloskopie machen lassen - ohne Befund (außer reizlose Divertikulose). Könnte ich wohl das nächste Mal auch diesen neuen Stuhltest anstatt der Koloskopie machen, wie sicher ist das?

Prof. Jürgen F. Riemann: Dadurch, dass Ihre Schwester an Darmkrebs gelitten hat, haben sie ein größeres Risiko. Da Sie aber schon zweimal eine Darmspiegelung gemacht haben, ist Ihr Risiko angeklärt.

 

Isidor: Wird diese Untersuchung von den Krankenkassen bezahlt? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Prof. Jürgen F. Riemann: Es ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die nicht von der Kasse bezahlt wird.

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