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Der graue Star ist eine häufige Alterserkrankung. Die einzige erfolgversprechende Therapie ist eine Operation. Außerdem: Krampfadern - Welcher Eingriff ist der beste?
Wiederholung der Sendung
01.06.2012 01:45 Uhr
Eine Frau macht die Yoga-Übung "Kobra".
Es ist noch gar nicht so lange her, da hielten vielen Menschen Yoga für einen mystischen Hokuspokus bei streng riechendem Räucherstäbchen-Duft. Doch das ist Vergangenheit. Längst ist Yoga auch in der westlichen Welt angekommen. Viele wissenschaftliche Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Yoga bei verschiedenen Krankheitsbildern helfen kann - unter anderem bei chronischen Rückenschmerzen.
Professor Andreas Michalsen, Chefarzt für Innere Medizin an der Charité und am Immanuel Krankenhaus in Berlin, beschäftigt sich seit Jahren mit der Wirkung von Yoga auf Rückenschmerzen. Drei internationale Studien aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass Patienten, die seit Jahren unter Rückenschmerzen litten, eine deutliche Linderung erfahren haben. In diesen Studien verglichen die Wissenschaftler außerdem therapeutisches Yoga mit konventioneller Krankengymnastik. Zu besseren Ergebnissen führten die Yogaübungen."Wir kräftigen die Muskulatur und durch die Dehnung entspannen wir sie gleichzeitig. Beim Yoga wird das mit der Atmung gekoppelt. Diese drei Komponenten machen Yoga einfach besser wirksam als das, was wir im Westen an Übungsformen haben", erklärt Professor Michalsen die positive Wirkung.
Jüngst hat Michalsen untersucht, ob therapeutisches Yoga auch bei Nacken- und Kopfschmerzen positiv wirkt. "Nach acht Wochen Yogatraining waren die Schmerzen fast verschwunden und das bei einer Beschwerdedauer von zum Teil fast sechs Jahren. Das fand ich schon sehr bemerkenswert. Außerdem hat mich sehr überrascht hat, dass sich die Depressivität oder Angst - wenn sie bei Patienten vorhanden war - verbessert hat. Es war ein deutlicher psychotherapeutischer Effekt des Yoga nachweisbar. Das konnten wir ganz klar sehen. Es hatte einen deutliche stimmungsaufhellenden, die Lebensqualität erhöhenden Effekt."
Yoga ist für jeden Menschen geeignet, sagt Professor Michalsen. Wichtig sei, je nach Beschwerdebild, die richtigen Übungen auszuwählen und sie richtig zu dosieren. Dies sei Aufgabe der Yogalehrerinnen und Yogalehrer.
Noch übernehmen nur ein Teil der gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen Yogakurs und meist auch nur anteilig und unter ganz bestimmten Bedingungen. Nähere Informationen dazu geben die Krankenkassen.