Fitnessgeräte für zu Hause
Fahrradergometer, Stepper oder Crosstrainer: Die Auswahl an Fitnessgeräten für zu Hause ist groß. Doch lohnt sich die Anschaffung und welches ist für wen geeign
Video starten (05:13 min)Handliche Fitness-Helfer versprechen das perfekte Training für Zuhause. Visite hat fünf Geräte getestet, die den Körper auf gesunde und effektive Weise in Schwung und Form bringen sollen.
| Modell | Wirkunsgweise | Preis |
|---|---|---|
| Flexi-Bar® | Kraft und Körperhaltung | circa 90 Euro |
| Balance-Pad | Gleichgewicht | circa 40 Euro |
| Sling Trainer | Kraft und Koordination | circa 85 Euro |
| Gymstick™ | Kraft und Beweglichkeit | circa 75 Euro |
| Trampolin | Ausdauer und Beweglichkeit | ab 60 Euro |
Der Schwungstab stärkt die Wirbelsäule.
Die unter dem Namen Flexi-Bar® angebotenen Schwungstäbe funktionieren mit einem Arm, mit beiden Armen, mit gestrecktem und gebeugtem Rücken. Der Körper muss auf die Schwingungen des Stabes reagieren und versuchen, Stabilität zu erzeugen. Das fällt der schwächeren Körperhälfte zunächst besonders schwer. Aber wer dabei bleibt, stärkt die Wirbelsäule und verbessert seine Haltung.
Das Balance-Pad fördert die Trittsicherheit.
Wer sein Gleichgewicht schulen möchte, kann sich auf ein weiches Balance-Pad stellen. Das Pad ist im Vergleich zu einem Wackel-Brett vielseitiger einsetzbar, da man damit auch barfuß üben kann und so alle Fußmuskeln einzeln trainiert. Zudem erlaubt das Kissen weitere Übungen wie zum Beispiel Ausfallschritte. Der weiche Untergrund fördert die Trittsicherheit im Alltag, ein sinnvolles Training also.
beim Sling Trainer wird das Zusammenspiel von Zentralnervensystem und lokalen Muskeln aktiviert.
Der Sling Trainer stammt aus dem Reha-Sport und erlaubt ein sehr effektives Training gegen Rückenschmerzen. Dabei werden Arme, Hände, Füße oder andere Körperteile in Schlingen gehängt - vergleichbar mit den Ringen, die beim Turnen von der Decke hängen. Durch das frei schwingende instabile Seilsystem wird das Zusammenspiel von Zentralnervensystem und lokalen Muskeln aktiviert. Bereits wenige Minuten Training pro Tag unter voller Körperspannung sind ausreichend.
Kraft und Beweglichkeit werden durch den Gymstick verbessert.
Der Gymstick™ soll alle Muskeln ansprechen, Kraft und Beweglichkeit verbessern. Wie bei einem Expander wird das Gummiband gegen seinen Zug gedehnt, der Stab ermöglicht aber mehr Trainingswinkel. Wichtig ist, beim Training darauf zu achten, dass man im geraden Stand nicht ins Hohlkreuz kippt, sondern die Wirbelsäule stabil hält und den Bauch einzieht.
Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte auf das Trampolinspringen verzichten.
Mehr Platz benötigt das Trampolin. Gehen, laufen, hüpfen - alles was gut tut, ist darauf erlaubt. Experten sprechen dabei von einem schmerzlimitierten Training. Das bedeutet, dass man Bewegungen, die beim ersten Mal weh tun, durch andere ersetzen soll, die man gut aushalten und bei denen man sich anstrengen kann. Wer unter Rückenproblemen leidet, sollte lieber auf das Springen verzichten und schonende Übungen bevorzugen. Egal in welcher Form: Die Bewegung auf dem Trampolin regt den Kreislauf an, schult Motorik und Beweglichkeit. Nicht zu empfehlen ist das Trampolin bei Gleichgewichtsproblemen.
Welches Fitnessgerät am meisten Spaß bringt, ist Geschmackssache, doch generell gilt: Jedes Gerät, das Bewegungsmuffel dazu bringt, sich wieder zu bewegen, ist sein Geld wert. Denn nichts ist so schlimm, wie sich gar nicht zu bewegen.
Interviewpartnerin im Beitrag:
Arlow Pieniak
Sport- und Bewegungstherapeut
Gärtnerstraße 22
20253 Hamburg
Autorin des Fernsehbeitrags:
Britta Thein