Sendedatum: 06.03.2016 19:30 Uhr

Zeitreise: Der Fall Marianne Bachmeier

Es ist einer der spektakulärsten Fälle in der deutschen Nachkriegsgeschichte, der sich vor 35 Jahren im Saal 153 des Lübecker Landgerichts ereignete. Der Saal ist noch leer, als Marianne Bachmeier am Morgen des 6. März 1981 eintritt. Die Lübecker Gastwirtin hatte am ersten Prozesstag ihre Zeugenaussage gemacht. Nun tritt sie als Nebenklägerin auf. Mit dem, was dann geschieht, rechnet niemand.

Rache im Gerichtssaal

Sieben Schüsse fallen. Marianne Bachmeier erschießt den Angeklagten Klaus Grabowski mit ihrer Waffe erschossen. Sechs Schüsse treffen ihn. Grabowski stirbt noch im Gerichtssaal. Anschließend lässt sich Bachmeier widerstandslos festnehmen. Es ist der erste Fall von Selbstjustiz in Deutschland. Marianne Bachmeier rächt im Lübecker Gericht den mutmaßlichen Mörder ihrer siebenjährigen Tochter.

Mörderin, Rächerin, Selbstjustiz

Der Fall sorgte damals deutschlandweit für viel Aufsehen, weil er auch polarisiert. Emotionen schlagen hoch. In Lübeck gibt es Frauen, die sich auf der Straße mit vollem Verständnis für diese Selbstjustiz äußern. Für andere ist es Mord. Man dürfe sich nicht über die Gerichtsbarkeit hinwegsetzen, ist eines der Gegenargumente. In unserer Zeitreise blicken wir mit Zeitzeugen und Betroffenen auf den Fall zurück.

Reportage

Vor 35 Jahren: Marianne Bachmeiers Rache

6. März 1981: In einem Lübecker Gerichtssaal erschießt Marianne Bachmeier den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter. Ihr Akt der Selbstjustiz schreibt Rechtsgeschichte. mehr

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 06.03.2016 | 19:30 Uhr