Stand: 18.09.2017 20:23 Uhr

Dorfgeschichte: Salem

Der Ort Salem liegt im Herzogtum Lauenburg. Rund 600 Menschen leben hier, ganz in der Nähe der ehemaligen Grenze zur DDR. Eigentlich ein wenig "ab vom Schuss", aber das täuscht. Wegen der vielen schönen Seen drum herum ist Salem ein beliebter Ort für Feriengäste geworden.

Der Salemer See.

Dorfgeschichte: Salem

Schleswig-Holstein Magazin -

Salem ist ein beliebter Ort für Wochenenddomizile: Hamburger, Berliner und Lübecker schätzen das 600-Seelendorf in malerischer Landschaft direkt am See.

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Großstädter finden hier Erholung

In den letzten Jahrzehnten haben vor allem viele Städter aus Berlin, Lübeck oder Hamburg das Dorf für sich entdeckt. Haben die alten Häuser aufgekauft und aufwendig saniert, um hier ihre Wochenenden und Ferien zu verbringen. Die mit etwas weniger Geld im Portemonnaie können sich immer noch einen Platz auf dem Naturcampingplatz sichern, der vier Sterne hat und direkt am Salemer See liegt. Der Campingplatz ist zweite Heimat von 700 Dauercampern geworden.

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Zu Salem gehörten die beiden Ortsteile Dargow und Bresahn.
Tourismus versorgt Einheimische

Viele der Einheimischen haben sich auf die Gäste eingestellt. Zum Beispiel die Landwirtsfamilie Kaiser, die einmal im Jahr ein Kartoffelfest feiert. Bis zu 3.000 Gäste kommen dann zu ihnen auf den Hof. Sie können die Kinder spielen lassen, selbstgekochte Suppe und Kartoffelpuffer essen und sich einen schönen Tag machen. Oder die Familie Eggert im Ortsteil Dargow: Sie haben aus ihrem Bauernhof eine Heuherberge mit Fischräucherei und Café gemacht. Inklusive eine kleinen Oldtimer-Ausstellung des Seniorchefs.

Das Gemeindezentrum als Mittelpunkt

Weil so viel los ist, gibt es in Salem ein neues Restaurant. Es gehört zum Gemeindezentrum, ein architektonisch beeindruckender Bau im Ortskern. Bis vor wenigen Jahren stand hier noch der alte Lindenhof, der allerdings nicht mehr bewohnt war und langsam verfiel. Die Gemeinde kaufte das Haus mit dem Grundstück am See, riss es ab und baute einen Neubau für zwei Millionen Euro. Mit Platz für die Feuerwehr, einen Gemeindesaal, eine Arztpraxis und dem kleinen Restaurant. Dafür gab es einen Zuschuss der EU in Höhe von 600.000 Euro. Bürgermeister Herbert Schmidt ist stolz auf den Ort. "Wir machen hier viel und haben Erfolg damit", fasst er zusammen. Das nächste Projekt ist auch schon geplant: Demnächst soll eine Boulebahn gebaut werden - damit die Salemer und ihre Gäste es noch netter haben. In ihrem schönen Dorf direkt am See.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 18.09.2017 | 19:30 Uhr