Schleswig-Holstein 18:00

Wenn Pottwale stranden

Mittwoch, 03. Februar 2016, 18:00 bis 18:15 Uhr

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Vor der Küste in Dithmarschen sind acht Pottwale gestrandet.

Wieder sind tote Pottwale in der Nordsee aufgetaucht. Jetzt müssen die Tiere zerlegt werden. Als erstes werden die Kiefer der toten Tiere abgesägt. Die Zähne der Pottwale bestehen zum Teil aus Elfenbein. Der Wert auf dem Schwarzmarkt ist bei gleich acht Tieren, die vor der Küste Schleswig-Holsteins gestrandet sind, kaum zu schätzen, liegt aber bei mehreren tausend Euro. Den Experten vom Nationalparkamt macht aber das Wetter zu schaffen: Sturm aus westlichen Richtungen drückt das Wasser gegen die Deiche. Die Tiere liegen etwa zwei Kilometer vor der Küste. Der Sturm macht eine Bergung, wie ursprünglich am Dienstag geplant, unmöglich.

Pottwale: in der Nordsee zum Tode verurteilt

Pottwale sind eigentlich in den tiefen Gewässern der Weltmeere zu Hause. Die jetzt gestrandeten Tiere sind wohl eigentlich rund um die Azoren heimisch. Die Männchen dieses Bestandes verbringen die Winter im fischreichen Nordatlantik. Einzelne Tiere verirren sich immer wieder in die flache Nordsee. Hier finden die tonnenschweren Meeressäuger nicht genug Nahrung und vor allem aus dem flachen Wasser keinen Ausweg. Stecken sie erstmal fest und liegen auf einer Sandbank, werden die Tiere vom eigenen Gewicht zu Tode gedrückt.

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