Kanonier im Zweiten Weltkrieg
1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Beschuss der polnischen Westerplatte durch das Kriegsschiff "Schleswig-Holstein". Hermann Gerdau aus Ellerau war an Bord.
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Mit seinen 98 Jahren erinnert sich Hermann Gerdau noch sehr gut daran, wie die "Schleswig-Holstein" das polnische Depot angriff.
Es war ein Moment, der die Welt verändert hat. Am Morgen des 1. Septembers 1939 beschoss das Kriegsschiff "Schleswig-Holstein" ein polnisches Militärdepot bei Danzig - die Westerplatte. Mit diesem Feuerüberfall begann der Zweite Weltkrieg. Der 98 Jahre alte Hermann Gerdau aus Ellerau hat diesen Angriff vor mehr als 72 Jahren miterlebt. Er war Offizier und Geschützführer auf der "Schleswig-Holstein" und ist aller Wahrscheinlichkeit nach das letzte noch lebende Mitglied der ehemals 800 Mann starken Besatzung des Kriegsschiffes.
Nach seiner Gefangenschaft wollte Hermann Gerdau wieder zur See fahren.
Nach seiner Zeit auf der "Schleswig-Holstein" kam Hermann Gerdau zur U-Bootwaffe und absolvierte als Obersteuermann zehn Feindfahrten. Als sein Boot 1944 von den Alliierten versenkt wurde, war Gerdau einer der wenigen, die überlebten. Nach seiner Rückkehr aus alliierter Gefangenschaft fuhr er nach dem Krieg wieder zur See: Er arbeitete auf einem Walfänger und als Kapitän auf Handelsschiffen.