Zeitreise: Schaufensterbummel
Welches Geschäft hat das schönste Schaufenster? Früher haben die Dekorateure darum gewetteifert. Einer von ihnen war Kurt Adolf. Er betreute 56 Schaufenster. mehr
Geboren in Sachsen, 1891 in Rendsburg verstorben: Die Forscherin Amalie Dietrich.
Das Grab auf dem Friedhof in Rendsburg ist von Efeu überwachsen. Eine Frau liegt hier, Amalie Dietrich, geboren in Sachsen, gestorben in Rendsburg. Sie könnte eine Geschichte erzählen von Dschungeln und Wüsten, unbekannten Blumen und Pflanzen, von großen Abenteuern. Denn Amalie Dietrich ist nach Silvia Merian die bedeutenste deutsche Naturforscherin.
Im Auftrag des Hamburger Kaufmannes Cäsar Godeffroy ist sie 10 Jahre durch Australien gezogen und hat für ihn Pflanzen und Tiere, aber auch Fische und Skelette gesammelt. Seit 1863 war sie allein im Nordosten Australiens unterwegs. Sie hatte das Schießen mit Gewehr und Pistole gelernt, Englischunterricht genommen, aber vor allem hatte sie einen starken Willen und eine eiserne Konstitution. Jeden Auftrag von Godeffroy erledigte sie und entdeckte dabei Hunderte von neuen Pflanzenarten.
Ihre Präparate und Skelette gelten zu ihrer Zeit als die besten Funde, die von Australien nach Europa gesendet wurden. Doch: In Australien wird ihr vorgeworfen, für die Sammlung Godeffroys auch Ureinwohner ermordet zu haben. Beweisen lässt sich das aber nicht. 1873 kommt Amalie Dietrich wieder nach Deutschland. Ihre Tochter heiratet einen Rendsburger Pastor. Als sie älter wird, zieht Amalie Dietrich zu ihnen und stirbt hier 1891 an einer Lungenentzündung. Im Schleswig-Holstein Magazin erzählen wir die spannende Lebensgeschichte der Amalie Dietrich.