Fundstücke: Der Spaten im Pinneberger Museum
Das Pinneberger Stadtmuseum würdigt einen Apotheker, der zum Ackerbau-Spezialisten wurde und dessen liebstes Werkzeug ein selbst entwickelter Spaten war.
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Dieser Spaten ist ein Spezial-Gerät von Bodenkundler Johannes Görbing aus Rellingen.
Johannes Görbing (1877 - 1946) war ein fortschrittlicher Wissenschaftler und eine schillernde Persönlichkeit zugleich. In der Zeit zwischen den Weltkriegen beschäftigte sich der Apotheker und Bodenkundler mit der landwirtschaftlichen Ertragssteigerung, um die schlechte Versorgungslage der Bevölkerung zu verbessern. So baute er in Rellingen eine große landwirtschaftliche Versuchsanlage auf. Hier entwickelte er für seine Methode der Bodenbestimmung eigens einen Spaten. Mit diesem Spaten und seinen Verbesserungsvorschlägen für Landwirte zog er von Rellingen aus durch ganz Deutschland.
Zugleich baute er im Rahmen abenteuerlicher Reisen eine riesige Privatsammlung an Mineralien, archäologischen Fundstücken und ethnologischen Gegenständen auf, die man in seinem Wohnhaus bewundern konnte. Und hinter seinem Rellinger Haus pflanzte Görbing exotische Pflanzen und hielt sich Flamingos. Görbings Spaten-Probe übrigens wird heute wieder von Öko-Bauern angewandt. Der Original-Görbing-Spaten ist im Stadtmuseum Pinneberg ausgestellt, neben 4.000 Mineralien und einer Auswahl von Edelsteinen. Daneben gibt es kleinere ausgestellte Sekundärsammlungen: Reisefotografien aus dem Nahen Osten sowie Exponate aus den Bereichen der Vor- und Frühgeschichte, der Antike, der Volkskunde und Ethnographie.