Schleswig-Holstein Magazin
Groß-Razzia im Rocker-Milieu: Durchsuchungen im Großraum Kiel
Wiederholung der Sendung
25.05.2012 04:15 Uhr
25.05.2012 10:00 Uhr
Das 570-Seelen-Dorf liegt in der Nähe von Heide im Kreis Dithmarschen.
In Süderheistedt im Kreis Dithmarschen leben 570 Menschen. Das Dorf liegt nordöstlich von Heide. Viele Süderheistedter arbeiten in der Kreisstadt. Manche fahren sogar mit dem Rad dorthin - auch zum Einkaufen. Einen neuen Fernseher bekommen die Bewohner aber auch bei Jochen Schuster. Hier können aber auch alte Geräte repariert werden. Hinter seinem Laden in der ehemaligen Meierei hat Jochen Schuster seine Werkstatt. Um sich gegen die großen Anbieter behaupten zu können, pflegt er Kundenkontakt. Das bedeutet auch, dass er an Weihnachten ab und an Hausbesuche machen muss. "Das Gänsebein habe ich schon mal liegen lassen", erklärt er.
Sein Bruder hat nebenan eine Bäckerei. Das Geschäft war im Juli 2010 nach einem Feuer abgebrannt. Elf Monate dauerte der Wiederaufbau, der das Ehepaar Schuster viel Kraft kostete. Die beiden wollten jedoch weitermachen, obwohl nur vier Teigmaschinen, die Kasse und die Katze gerettet werden konnten. Weiter geht es auch im Gasthof des Dorfes. Die derzeitige Pächterin hört zwar aus Altersgründen am Jahresende auf. Weil die Kneipe aber für das Dorfleben wichtig ist, sind alle froh, dass ein Gastronom vom Westensee die Kneipe gekauft hat.
Alle drei Jahre findet in Süderheistedt das große Gildefest mit dem Vogelschießen statt. Es hat eine lange Tradition im Dorf. Die Papagoyengilde gibt es seit 1621. Allerdings wird nicht mehr im Dorfzentrum geschossen, sondern wegen des Lärms und der Sicherheit am Ortsrand auf dem Sportplatz.
Über den sagenumwobenen Baum hieß es, er werde so lange grünen, wie Dithmarschens Freiheit besteht. Und er soll verdorrt sein, als Dithmarschen 1559 an die Fürsten fiel.