Verkehrsmeldungen für Hamburg
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
In dieser Sendung nehmen wir Hamburgs grüne Seiten unter die Lupe.
Hamburg - Hauptstadt der Linden
Die Linde prägt das Hamburger Stadtbild. In prachtvollen Alleen ist sie ebenso zu finden, wie in Parks oder am Jungfernstieg. Mit 57.000 Exemplaren ist sie die eindeutige Nummer eins in der Baumrangliste. Den Spitzenplatz verdankt sie nicht nur ihren idealen Eigenschaften als Stadtbaum, sondern auch dem Leid ihres Vorgängers, der Ulme, die in zwei Epidemien größtenteils dahingerafft wurde. Mittlerweile wird die Linde von Imkern geschätzt, Holzschnitzern geliebt und Autofahrern gehasst. Ein Blick auf den Baum der Bäume.
Hamburg als Umwelthauptstadt
Seit gut fünf Monaten ist Hamburg Europas Umwelthauptstadt. Zu Recht oder zu Unrecht? Tatsächlich gilt Hamburg als grüne Stadt, aber die Elbmetropole hat auch so ihre Probleme mit dem Image. Kohlekraftwerk, drohende EU-Strafe aufgrund der schlechten Luft, und von einer Umweltzone will die Politik auch nichts wissen. Was ist der Titel ,,Green Capital'' also wert? Eine ganze Menge, denn es gibt viele tolle Projekte und über 750 Veranstaltungen für jedermann im Jahr der Umwelthauptstadt. Wir haben zwei Events besucht.
Der Herr der Pflanzen
Hamburg - eine grüne Metropole. Die vielen Parks und Grünanlagen laden zu Spaziergängen ein. Oft unbemerkt und unbeachtet bleiben dabei die vielen Wildpflanzen. Doch gerade sie sind Zeugen der Stadtgeschichte. Als Meister der Anpassung haben sie sich an einigen Stellen in der Großstadt über Jahrhunderte behaupten können. Zu Zeiten, als hier noch keine Menschen siedelten, war das ganze Stadtgebiet mit Wald bedeckt. Eine Überlebende aus dieser Zeit ist die "Teufelskralle", sie wächst in Hamburg zum Beispiel noch im Jenischpark. Als Jahrhunderte später die Industrialisierung in Hamburg und Altona beginnt, verschwinden mit den Dorfwegen und den Pferdefuhrwerken auch viele Wildpflanzen am Wegesrand. Denn sie wuchsen deshalb so gut dort, weil der Pferdemist wichtige Nährstoffe bot. Doch zwischen Autos und Beton wächst bis heute eine der letzten Dorfpflanzen aus dieser Zeit. Rund um den Michel zeigt Ihnen zusammen mit dem Pflanzenexperten Hans-Helmut Poppendieck die Stellen, an denen sich noch ein Stück Hamburger (Pflanzen-) Geschichte ablesen lässt.
Der Trend zur Scholle (Schrebergärten)
Claudia Marxen führt ein Leben im Dreieck: vom Büro der eigenen Agentur in den Kleingarten, vom Garten nach Hause, von zu Hause ins Büro - kein Weg dauert länger als 7 Minuten - mit dem Fahrrad! Eine Art Landleben, mitten in der Großstadt. Wie sie das geschafft hat? "Mit aller Entschlossenheit", sagt sie.
Hamburgs verlorene Gärten
Entlang der Elbe reiht sich ein schöner Garten an den anderen: Was Touristen hier bestaunen, und was Denkmalpfleger bereits unter UNESCO-Schutz stellen wollten, ist allerdings nur noch ein Hauch dessen, was sich den Augen hier vor 150 bis 200 Jahren darbot: Viele Gärten sind verschwunden, zugewuchert, Schmuckbauten im klassizistischen oder chinesischen Baustil abgerissen worden. Rund um den Michel macht diese verlorene Gartenwelt wieder lebendig. Wir folgen dabei dem reiselustigen Parkschöpfer Joseph Ramée, den es aus Frankreich an die Elbe zog, und der an verschiedenen Orten, in vielen Ländern seine Spuren hinterließ: In Hamburg, im einst dänischen Altona, in Paris und in den zu seiner Zeit neu gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika.
Grüne Entdeckungen links und rechts des Fahrradweges. Eine Glosse
Wer in Hamburg das Fahrrad nimmt, der ist meistens schneller am Ziel, meistens. Denn oft gibt es links und rechts des Weges viel zu Sehen, viel zu Entdecken. Seltene Pflanzen, manchmal Tiere, da möchte man doch nicht einfach so dran vorbeischießen. Damit der naturverliebte Radfahrer schneller in den Genuss der biologischen Nahbeobachtung kommt, leistet die Stadt enorme Hilfestellung. Sie lässt die Radwege in natürlichem Zustand, so wie sie vom Schöpfer erdacht wurden. Hier eine kleine Baumwurzel, da ein Loch in der Piste, ganz prima, um schneller dorthin zu kommen, wo die Natur all ihren Ursprung hat, in der Erde. Aber auch in Augenhöhe gibt es was zu sehen. Paradiesische Zustände für den ambitionierten Hobbyforscher.
Die ökologische Siedlung
Seit gut fünf Monaten ist Hamburg Europas Umwelthauptstadt. Zu Recht oder zu Unrecht ? Tatsächlich gilt Hamburg als grüne Stadt, aber die Elbmetropole hat Probleme mit dem Image. Kohlekraftwerk, drohende EU-Strafe aufgrund der schlechten Luft und immer noch mangelhafte Fahrradwege. Was ist der Titel ,,Green Capital'' also wert? Eine ganze Menge, denn es gibt viele mitreißende Projekte und über 750 Veranstaltungen für jedermann im Jahr der Umwelthauptstadt. Wir haben zwei Events besucht.
Die Farbe Grün
Lange, bevor die Stadt Hamburg entstand, war Grün die bestimmende Farbe zwischen Alster und Elbe. Dann wuchs die Stadt und drängte das Grün an ihren Rand. Rot nahm immer mehr Raum ein, denn rot war der Backstein, aus dem das alte Hamburg erbaut wurde. Doch der Stadtplaner Fritz Schuhmacher durchbrach das Rot durch Grünzüge und legte den Stadtpark als riesige grüne Lunge an. Das Grün kehrte zurück und erobert sich immer mehr Stadtraum: Nicht zuletzt brechen die Glasfassaden der neu entstandenen HafenCity das Licht grün, denn im Glas ist das grüne Eisenoxid enthalten. Eine farbenprächtige Betrachtung über das Aussehen der Stadt.
30 Jahre Greenpeace
Umweltschutz ist ein wichtiges Thema, gerade wenn man Umwelthauptstadt ist. Doch lange, bevor sich die Stadt ökologischen Themen widmete, hat es eine Organisation getan. Seit mehr als 30 Jahren starten fast alle Aktionen von Greenpeace Deutschland vom Hauptsitz in Hamburg aus. Und das in die ganze Welt. Ein mediales Top-Thema der Greenpeace Geschichte sorgte nicht nur in Deutschland für Furore: Die Besetzung der "Brent Spar", einer verlassenen Öltank- und Verladeplattform im Atlantik durch die Greenpeace-Aktivisten. Wir blicken auf drei Jahrzehnte bewegter Geschichte zurück.
Das Gartendeck
In der Großstadt - selbst in einer Umwelthauptstadt - ist Platz Mangelware. Gärten gibt es kaum. Schon gar nicht für den Anbau von Nutzpflanzen. Doch neuerdings haben immer mehr Städter Lust auf selbstgezüchtete Tomaten. Doch diejenigen, die Zeit zum Sähen, Unkraut jäten und Ernten haben, können sich einen Ort für ihr Hobby meistens nicht leisten. Weltweit gibt es Projekte, die dieses Problem lösen: "Urban Gardening" heißt die Bewegung. Auf Brachflächen und in Hinterhöfen entstehen temporäre Gärten in denen alle mit pflanzen dürfen. Bald wird das gemeinschaftliche Gärtnern auch in Hamburg möglich sein. Ausgerechnet das dicht besiedelte St. Pauli macht Platz für Zucchini, Knollenfenchel und Kohlrabi. Eine kleine grüne Revolution.