Nordseereport

Leben auf dem Wasser

Sonntag, 18. Dezember 2016, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 19. Dezember 2016, 01:05 bis 01:50 Uhr
Montag, 19. Dezember 2016, 07:25 bis 08:10 Uhr

Hafenkulisse

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Vom Bett aus auf Wellen blicken statt auf Garten oder Nachbarhaus - für viele Menschen ein echter Traum. Für mache ein alternativer Lebensstil. Oder Fluchtpunkt vor dem Stress der Großstadt. Für andere aber auch Teil ihres Berufsalltags. Der Nordseereport trifft Menschen, die sich bewusst für ein Leben auf dem Wasser entschieden haben. Wer tage- oder gar wochenlang auf See lebt und arbeitet, der ist darauf angewiesen, dass er dort auch versorgt wird. Moderatorin Laura Lange besucht das Lotsenschiff "Weser II" in der Wesermündung nördlich von Wangerooge und zeigt, wie das Leben dort funktioniert: Der Katamaran ist ein schwimmendes Hotel mit Schlafkabinen und Kombüse. Bis zu 50 Schiffslotsen warten hier rund um die Uhr auf ihre Einsätze - bis sie mit kleinen Versetzschiffen zu den großen Frachtern gebracht werden, um diese sicher nach Bremerhaven oder Wilhelmshaven zu leiten.

Die beste Art, in Amsterdam zu wohnen: auf dem Wasser

In den Niederlanden ist Wohnen auf dem Wasser nichts Ungewöhnliches. Allein in Amsterdam gibt es 2.500 Hausboote. Deren Besitzer sind stolze Individualisten, die sich keinen schöneren Wohnort vorstellen können als die Kanäle der Altstadt. Besonders die Prinsengracht, mit 3,2 Kilometern längste Hauptgracht des Grachtengürtels, gesäumt von barocken Bauwerken und vielen beachtenswerten architektonischen Details, ist einer der begehrtesten Liegeplätze. Auf der Gracht zu leben ist längst weit mehr als eine Alternative zur Wohnung an Land: Die meisten Boote kosten ebenso viel wie eine luxuriöse Stadtwohnung. Für den Nordseereport haben einige Schiffseigner Einblicke in ihre liebevoll renovierten und eingerichteten Hausboote gewährt.

Stahlkoloss wird Offshore-Hotel

Mitten in der Deutschen Bucht, etwa 70 Kilometer westlich von der Insel Sylt, erstreckt sich über eine Fläche von 70 Quadratkilometern der Windpark "Dan Tysk". Wer dort arbeitet, ist meist wochenlang auf See und musste bisher zwischen den Schichten auf einem gecharterten Schiff schlafen und essen. Doch seit Sommer ist damit Schluss: Jetzt verbringen die Arbeiter ihre Freizeit in einem eigens für sie errichteten Offshore-Hotel, das auf Stelzen in der Nordsee steht. Kosten: etwa 100 Millionen Euro. Monteure und Servicepersonal sind knapp 20 Meter über dem Meeresspiegel in 48 Einzelkabinen untergebracht. Außerdem gibt es Freizeitmöglichkeiten wie ein Fitnessstudio, einen Billard-Tisch sowie einen Extra-Raum für Videospiele. Die im Offshore-Bereich einmalige Wohnplattform entstand in fast zwei Jahre langer Arbeit in der Kieler Nobiskrug Werft. Auf dem Gelände der Nordseewerke wurde das 1.300 Tonnen schwere Fundament gebaut. Die mehr als 110 Tonnen Stahl der Plattform schließlich auf das Fundament zu hieven, war eine echte Herausforderung.

Einkäufer, Aussteiger, Prediger

Die Reporter begleiten diesmal außerdem einen Schiffsausrüster, der während der kurzen Liegezeiten von Bremerhaven aus die internationalen Frachter mit allem versorgt, was für das alltägliche Leben an Bord nötig ist, segeln mit einem schreibenden Aussteiger, der das einfache Leben liebt, und besuchen eine schwimmende Kirche in Antwerpen, die bei Gottesdiensten immer bis auf die letzte Bank belegt ist.

Leitung der Sendung
Marlis Fertmann
Redaktion
Tom Fischer
Moderation
Laura Lange
Produktionsleiter/in
Thomas Kay