Morddeutschland - Taximord

Freitag, 14. Juli 2017, 21:15 bis 21:45 Uhr

Am 14. Januar 2010 wird ein Taxifahrer in Hamburg-Nienstedten brutal ermordet. © Polizei Hamburg

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Die vierteilige NDR Reihe Morddeutschland erzählt die Geschichte spektakulärer Mordermittlungen. Im Mittelpunkt steht nicht die Grausamkeit der Tat, sondern die Kriminalistik. Morddeutschland gibt Einblick in die aufwendige Arbeit und die innovativen Methoden der Ermittler. Der Mörder hat einen beachtlichen Vorsprung. Aber sie verfolgen ihn mit Verstand, Taktik und Teamarbeit, bis sie ihn schließlich haben.

Schwierige Suche nach dem Taxi-Mörder

Grausige Entdeckung im Nobelviertel

Ein trüber Morgen am 15. Januar 2010 im Hamburger Nobelviertel Nienstedten: Kurz vor acht Uhr entdecken Kinder der Rudolf Steiner Schule ein Taxi, das mit laufendem Motor und Warnblinkanlage an der Straße steht. Seitlich auf den Beifahrersitz gekippt liegt Taxifahrer Peter L.

Drei Schüsse in den Kopf

Wie die Mordkommission später rekonstruiert, ist er während der Fahrt von hinten mit drei Kopfschüssen getötet worden. Motor und Taxameter laufen noch, in der Fahrertür steckt das Portemonnaie des Opfers. Das macht einen Raubmord unwahrscheinlich.

Weitere Informationen

Fragen und Antworten zur Spurensicherung

Eine Mordermittlung ist für die Polizei immer eine ganz besondere Herausforderung: Spuren müssen gesichert, Zeugen befragt werden. Fragen und Antworten zur Tatort- und Spurensicherung. mehr

Haufenweise Spuren

Für die Polizei ist der Fall ermittlungstechnisch ein Albtraum. Im Taxi sind haufenweise Spuren von unbescholtenen Fahrgästen. Nichts lässt erkennen, warum das Opfer ausgerechnet in der Villengegend von Hamburg-Nienstedten sterben musste.

War der Täter psychisch krank?

Das Taxi hätte überall stehen können. Eine Täter-Opfer-Beziehung oder ein Bezug zu dem Nobelviertel an der Elbe ist für die Ermittler nicht erkennbar. Dafür zeichnet sich ab, dass der Täter möglicherweise psychisch krank ist und eher aus Lust am Töten geschossen hat als aus Rache oder anderen Motiven. Die Kommissare suchen also einen Mörder, der skrupellos, bewaffnet und auf der Flucht ist. Er kann jederzeit wieder zuschlagen. Und es gibt kaum Anhaltspunkte.

Eine Spur führt zur S-Bahn-Station

Doch über das Taxameter lassen sich die Strecke der letzten Tour und die Startzeit rekonstruieren. Die Spur führt die Ermittler zur S-Bahn-Station Blankenese. Doch dort endet dieser Ermittlungsansatz. Es gibt keine Zeugen zum fraglichen Zeitpunkt. Videoaufnahmen sind zwar vorhanden, doch wonach soll man suchen?

Karte: Tatort und mögliche Fluchtziele des Täters

Überwachungsvideos bringen Durchbruch

Erst der Abgleich mit den Überwachungsvideos einer weiteren S-Bahn-Station bringt den Durchbruch. Eine junge Polizeianwärterin in der Mordkommission sichtet 49 DVDs mit Aufnahmen und erkennt einen Mann, der in Blankenese ausgestiegen und in Klein Flottbek wieder eingestiegen ist.

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Regie
Björn Platz
Redaktion
Florian Müller
Produktionsleiter/in
Jost Nolting
Redaktionsleiter/in
Florian Müller