Tipps und Tricks rund um den Garten
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Blühende Gehölze und Stauden: Bei der Gärtnerfamilie Beeker beginnt nun eine besonders schöne Zeit. Clematis sorgen für Blütenpracht und ein Mini-Gemüsegarten für gutes Essen.
Um im Juni den Garten mit mehr Blütenpracht zu bereichern, setzt Ole Beeker eine Clematis in seinen Garten. Hierbei ist besonders auf den richtigen Standort zu achten: "Die Clematis heißt ja zu Deutsch auch Waldrebe. Der Name sagt es schon: Die mag es gerne schattig." Beim Ausgraben des Pflanzloches ist auf die richtige Tiefe zu achten, denn nur wenn die ersten beiden Knospen beziehungsweise Blattpaare noch unter der Erde liegen ist die Pflanze vor der Clematiswelke geschützt.
Um der Pflanze wichtige Mineralien zukommen zu lassen, mischt Ole Beeker Kompost mit Gesteinsmehl. Das Gesteinsmehl ist reich an Spurenelementen und der Kompost verbessert den Humusgehalt des Bodens. Um in die Höhe zu wachsen, benötigen Clematis ein nicht zu grobmaschiges Gerüst, das die Ranken gut umklammern können. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Boden ausreichend feucht bleibt, daher empfiehlt es sich, um die Pflanzenstelle Rindenmulch zu verteilen.
Um den zweiten Blütenflor zu unterstützen, weiß Ole Beeker noch einen Rat: "Bei der Clematis, die wir hier vor uns haben, das ist die Sorte Nelly Moser, eine ganz altbekannte, ist es hilfreich, wenn wir nach der ersten Blüte ungefähr so ein Blattpaar unterhalb des Verblühten zurückschneiden." Wenn man jetzt die frisch eingepflanzte Clematis gut wässert, verspricht sie einen blütenreichen Sommer. Das gilt auch für Wildarten wie die Clematis Alpina oder die rosafarbene Bergwaldrebe, die meterhoch werden kann.
Silke Beeker setzt Salatpflanzen zusammen mit Sommerblumen.
Silke Beeker möchte die langen Junitage ebenfalls nutzen. Sie hat sich vorgenommen, in Kübeln und Kästen Mini-Gemüsegärten anzulegen: "In diesem Jahr reizt mich einfach mal das Thema Essbares mit Schönem zu kombinieren." Dafür hat sich Silke Beeker neben der Aubergine unter anderem für Fenchel entschieden, der ein bronzefarbenes Blattwerk entwickelt, außerdem für eine Mini-Gurke und natürlich darf auch eine Tomate nicht fehlen.
Dazu pflanzt sie die passenden Sommerblumen: "Zur Aubergine, die ja diese dunklen Früchte hat, die lilafarbenen, eine Petunie, die die Farbe nochmal aufnimmt und dann, eine meiner Lieblingspflanzen, das spanische Gänseblümchen." Zusätzlich zum Gemüse pflanzt Silke Beeker auch Eichblattsalat, dieser darf nicht zu tief gepflanzt werden, er muss im Wind flattern, heißt es, nur so entwickelt er sich gut. Den Salat setzt Silke Beeker mit Studentenblumen zusammen. Wichtig bei dieser Bepflanzung ist es, auf Erde mit gutem Wasserspeichervermögen zu achten. Die Tomaten hat Silke Beeker mit den jetzt schon roten Elfenspiegeln kombiniert; die Mini-Gurke steckt in einem Topf, der auch gut für die Platzierung an einer Hauswand geeignet wäre; und die duftende Schokoladenblume ist zur Nachbarin des Fenchels geworden. Die Gemüsepflanzen sollten sonnig stehen. In nur fünf Wochen ist Salaternte, das andere Gemüse braucht ein paar Wochen länger - aber schön aussehen tut es von Anfang an.
Ole Beeker schneidet einen großen Blütenstrauch zurück.
Nach der Blüte der Brautspiere macht sich Ole Beeker an den Auslichtungsschnitt. Seine Schere setzt er zunächst an der Basis der Pflanze an, damit soll die Neutriebbildung angeregt werden, die die natürliche Wuchsform des Strauchs erhält und verhindert, dass er kahl wird. Allerdings nur die ältesten Äste müssen dabei weichen. Anschließend kommen noch ein paar Triebspitzen dran, für eine reiche Blüte im kommenden Jahr.
Ole Beeker: "Die meisten größeren Blühsträucher wie auch diese Brautspiere setzen ihre Blüten am alten Holz an, am Holz, was in den Jahren zuvor gebildet wurde. Und jetzt kann ich hier nach der Blüte mit dem Rückschnitt einzelner Treibe durchaus eine Neutriebausbildung und damit eben auch schon so ein bisschen den Blütenansatz fürs nächste Jahr fördern." Diesen Schnitt nach der Blüte kann man übrigens auch an Forsythien vornehmen.