Stand: 09.06.2011 18:00 Uhr

Die Staatsgemächer von Windsor

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Im Jahr 1078 legt Wilhelm der Eroberer den Grundstein für die Schloss-Anlage in der Grafschaft Berkshire.

Wer von der Queen zu einem Staatsbankett auf Schloss Windsor geladen ist, betritt zunächst das große Vestibül. An den Wänden Massen von Waffen, die von indischen Eroberungen und den Napoleonischen Kriegen stammen. Unter den Augen der Königin Victoria wird auch die Bleikugel ausgestellt, die den britischen Seehelden Lord Nelson 1805 bei Trafalgar das Leben kostete.

Ebenfalls an eine Schlacht erinnert der zweite Saal, den man auf dem Wege zum Bankett durchschreiten muss: Der Waterloo-Saal ist jenen europäischen Monarchen, Staatsmännern und Befehlshabern gewidmet, die zum Sieg über Napoleon beigetragen haben.

So wohnt die Queen

Von Drachen und Wappen

Einen ganz anderen Charakter hat der große Empfangssaal, in dem man an der königlichen Familie vorbeidefiliert, ehe man dann seinen Platz an der Tafel einnimmt. Mit der goldenen Pracht und den Gobelins entspricht der Saal dem Louis-Quatorze-Dekor des 19. Jahrhunderts. Bei einem Brand 1992 wurde er schwer beschädigt.

In der St. George's Hall lässt die Queen beim Staatsbankett die Speisen auftragen. An der Stirnseite ist der Saal mit dem Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen, an Decke und Wänden mit Wappenschildern der Ritter des Hosenbandordens geschmückt. Und wenn man die Augen dann einmal schweifen lässt, entdeckt man dort auch deutsche Namen und deutsche Wappen.

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Das Erste | Royalty | 25.12.2016 | 19:10 Uhr