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Unseriöse Webshops enttarnen

von Frank Drescher

Sie sehen seriös aus, sind es aber nicht. Betrüger, die Shop-Seiten ins Internet stellen, aber nach erfolgter Vorkasse nicht liefern, werden immer raffinierter. Und sie werden leider zu selten von den Strafverfolgungsbehörden gefasst. Doch zum Glück kann man mit wenigen Mausklicks innerhalb von Minuten herausfinden, ob einer Shopseite zu trauen ist. Hier sind drei Tipps.

1. Shop-Adresse in Suchmaschinen abfragen

Dazu kopiert man einfach die Shop-Adresse aus der Adresszeile des Browsers in die Abfragemaske einer Suchmaschine und kombiniert diese eventuell noch mit Suchbegriffen wie "Betrug" oder "Abzocke". Gibt es entsprechende Treffer in Blogs und Foren, lohnt es sich, dort einmal nachzulesen, was andere Käufer erlebt haben, bevor man etwas bestellt. Allerdings: Nur weil es Beschwerden gibt, muss es sich bei den Betreibern des Webshops nicht gleich um unseriöse Unternehmen handeln. Umgekehrt gilt aber auch: Gibt es keine Suchmaschinentreffer, liegt es vielleicht auch daran, dass ein Betrugsshop erst neu im Netz aufgetaucht ist.

2. Seiteninhaber überprüfen

Jedes seriöse Angebot hat auf seinen Seiten in Impressum, das angibt, wer für die Seite verantwortlich ist. Hat ein Webshop kein Impressum - lieber Finger weg.

Doch auch manch dubioser Web-Shop-Betreiber weiß das und setzt daher ein Impressum auf seine Seite. Oft hat es sogar eine reale Anschrift, die über Landkartendienste wie Bing Maps oder Google Maps als korrekt identifiziert werden kann. Eine existierende Postanschrift sagt also noch nicht viel über die Seriosität einer Seite aus. Aber ein Blick in Telefonbuchdatenbanken wie zum Beispiel telefonbuch.de hilft weiter: Gibt es dort keinen Treffer zu Firmennamen und Anschrift, ist Skepsis angebracht. Auch lohnt sich ein Anruf unter der angegebenen Telefonnummer. Meldet sich ein Anrufbeantworter? Auch wochentags, zu üblichen Bürozeiten? Dann lieber einen anderen Webshop suchen.

Aufschlussreich kann zudem die Abfrage bei einer Registrierungsdatenbank wie http://who.is oder www.denic.de sein. Dort kann man unter Eingabe der URL (Adressezeile oben aus dem Browser) erfahren, wo und auf wen eine bestimmte Internet-Adresse registriert ist.

3. Echtheit von Gütesiegeln klären

Auch dubiose Anbieter verlinken Gütesiegel für sicheres Shoppen auf ihren Seiten, ohne dass das Gütesiegel optisch als Fälschung erkennbar wäre. Klickt man in so einem Fall auf das Gütesiegel, gelangt man oft auf Seiten, die so ähnlich aussehen wie die vom Anbieter eines Gütesiegels und dort behaupten, Shop XY sei absolut seriös, wenn in Wahrheit das Gegenteil der Fall ist. Deshalb: Nicht draufklicken, sondern in einem zweiten Browserfenster die Seite des Gütesiegels direkt eingeben und dort nachsehen, ob der Online-Shop das Gütesiegel auch zu Recht trägt.

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Nächste Sendung: 04.06.2012 20:15 Uhr

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