Feuerlöscher im Einsatz: Was ist zu tun, wenn es brennt?
Markt zeigt, was beim Löschen zu beachten ist und welche Feuerlöscher für den Hausgebrauch zu empfehlen sind. mehr
Rauchmelder können Leben retten.
Rauchmelder, oder ganz korrekt Rauchwarnmelder, sollten in allen Wohn- und Schlafräumen sowie in den Fluren aufgehängt werden. Gesetzlich vorgeschrieben sind sie allerdings nur in Schlafräumen (dazu gehören auch Kinderzimmer) und Fluren. Ausgenommen sind Küche, Bad und Garage. Wasserdampf und Autoabgase könnten vom Rauchmelder fälschlicherweise für Rauch gehalten werden und einen Fehlalarm auslösen.
Grundsätzlich gilt: Der Rauchmelder sollte in der Mitte des Raumes an der Decke montiert werden. Er darf nicht überstrichen werden. Wer sich das lästige Bohren über Kopf sparen möchte, kann die Melder auch mit Magnetklebern befestigen. Die gibt es im Baumarkt.
| In Mecklenburg Vorpommern müssen Rauchmelder seit dem 31.12.2009 in allen Wohnungen und Häusern installiert sein. Hier ist der Bewohner für die Installation und die Wartung verantwortlich. Für Mietwohnung en heißt das, die Mieter müssen selbst die Rauchmelder anbringen und ihre Funktion regelmäßig überprüfen. |
| In Schleswig-Holstein gilt die Rauchmelderpflicht seit dem 31.12.2010. Hier mussten die Eigentümer die Melder installieren. Für die Wartung ist der Bewohner zuständig, im Falle einer Mietwohnung also der Mieter. |
| In Hamburg gilt die Rauchmelderpflicht ebenfalls seit dem 31.12.2010. Hier mussten die Eigentümer die Rauchmelder installieren und warten. |
| In Niedersachsen gibt es noch keine allgemeine Rauchmelderpflicht. Ein entsprechender Gesetzentwurf nur niedersächsichen Bauordnung wird zurzeit noch beraten. Momentan gilt eine Übergangsfrist bis 31.12.2015. |
Erst durch eine bestimmte Menge an Rauchpartikeln in der sogenannten Rauchkammer wird der Alarm ausgelöst. Deshalb ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Rauchkammer vor dem Eindringen von Insekten oder Staub geschützt sein muss. Billige Melder arbeiten mit Plastiklammellen. Nur in teureren Modellen wird die Rauchkammer mit einem feinen Metallsieb geschützt.
Insgesamt gibt es bei der Verarbeitung günstigerer und teurerer Rauchmelder Unterschiede. Bei den billigen Modellen sind die Teile nur zusammengesteckt. Die Platinen sind nicht beschriftet, die Kabel nicht fixiert. So kann es passieren, dass zum Beispiel der Batteriekontakt verrutscht. Das Einsetzen der Batterie wird so zur Geschicklichkeitsübung.
Laut Gesetz muss der Alarm in drei Meter Entfernung noch mit 85 Dezibel ankommen. Gehörlose oder Menschen mit geschädigtem Hörvermögen können allerdings selbst diesen Ton nicht wahrnehmen. Für sie gibt es spezielle Rauchmelder, die helle Lichtblitze ausstrahlen. Ein kleines in das Bettzeug gelegtes Zusatzteil bietet mit seinem Vibrationsalarm zusätzlichen Schutz.
Bevor der Rauchmelder an der Decke montiert wird, sollte mindestens einmal der Testknopf gedrückt werden. Bei vielen Meldern ist das erforderlich, um den Melder überhaupt zu aktivieren. Bei allen anderen ist es ein guter Test, um überprüfen, ob der Alarm überhaupt funktioniert. Alle Rauchmelder geben einen Signalton ab, bevor die Batterie leer ist. Dann sollte die Batterie möglichst sofort gewechselt werden. Wer längere Zeit nicht in seiner Wohnung war, sollte per Testknopf prüfen, ob die Batterie noch in Ordnung ist.
Der Testknopf testet aber bei den meisten Meldern nur die Verbindung zwischen Batterie und Alarmsignal. Ob die Rauchkammer noch Rauch erkennt, lässt sich bei den wenigsten Meldern mit dem Testknopf überprüfen. Deswegen sollte zusätzlich regelmäßig ein richtiger Funktionstest durchgeführt werden. Hierzu gibt es Testsprays, mit denen sich Rauch simulieren lässt. Eine billige Alternative: Eine brennende Zigarette dicht vor den Rauchmelder gehalten, sollte ebenfalls einen Alarm auslösen. Um zu verhindern, dass Staub die Funktionsfähigkeit des Melders beeinflusst, sollte man ihn mindestens einmal im Jahr abnehmen und absaugen.
Wer sich in Küche, Bad und Garage zusätzlich schützen will, sollte dort einen Hitzemelder installieren. Die Melder schlagen erst bei einer Raumtemperatur von mehr als 50 Grad Celsius Alarm. Aber Vorsicht: Hitzemelder werden in Baumärkten in denselben Regalen verkauft wie Rauchmelder und sind sowohl im Produktdesign als auch im Verpackungsdesign kaum von Rauchmeldern zu unterscheiden. Eine Verwechslung kann fatale Folgen haben.
In einer Stichprobe von Markt im vergangenen Jahr, bei der vier Modelle getestet wurden, haben sowohl die teureren Modelle, als auch die günstigeren einwandfrei funktioniert. Alle vier Melder hatten die für den Praxistest gelegten Brände erkannt und in der gesetzlich vorgeschriebenen Lautstärke davor gewarnt. Aber die Unterschiede in der Verarbeitung haben sich bemerkbar gemacht, als es darum ging, wie schnell die Melder Brände erkennen.