So sehen wir Kunden Kosmetik-Verpackungen im Regal.
Der Röntgenblick zeigt: Hier ist noch viel mehr Platz für Parfum.
"Es wird geprotzt", meint Peter Schropp vom Eichamt in Fellbach. "Dem Kunden soll suggeriert werden, 'hier bekommst du mehr für dein Geld'."
So viel technische Rafinesse, nur um leeren Raum zu verpacken, findet der Eichbeamte Peter Schropp fast schon beeindruckend.
Oben und unten hat die Verpackung Falze, die verhindern, dass der kleine Tiegel im Inneren hin und her geschüttelt werden kann.
Laut Eichgesetz darf eine Verpackung nicht zu viel Inhalt vortäuschen, sonst ist es eine Mogelpackung. Eine DIN-Norm gibt die Maße vor: Danach ist diese Nivea-Pappschachtel um 86 Prozent zu groß.
In diese Verpackung geht die Tube, die drinnen steckt, gleich zweimal rein.
Das Röntgenbild beweist: Selbst in der Tupe ist noch Platz.
"Die Hersteller täuschen die Verbraucher, die denken, es sei mehr in diesen Produkten enthalten", erklärt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Außerdem entstehe durch die viel zu großen Verpackungen ein "Riesen-Müllberg".
Eine kleine Flasche Eau de Toilette und ein Duschgel von Bogner steckten in einer Verpackung, die viermal so groß ist wie eigentlich notwendig.
Ohne Einwickelpapier und beiglegeten Prospekt wird deutlich, wie überdimensioniert sie ist - 309 Prozent zu Karton misst der Eichbeamte Peter Schropp.
Unter dem großen Deckel der Geschenkpackung von Dolce und Gabbana steckt eine eher kleine Überraschung.
Stolze 491 Prozent mehr Verpackung als angemessen. Das sind fast sechsmal mehr Pappe, Plastik und Luft als nötig.
Verbraucherschützer und Eichbeamte wollen so etwas gar nicht mehr im Handel sehen.