Das Verbraucherministerium des Bundes hat eine Telefon-Hotline eingerichtet, die Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr und Sonnabend von 8.00 bis 14.00 Uhr unter (0228) 995 29 -4000 erreichbar ist.
Hintergrund
Die Geschichte der Lebensmittel-Skandale war immer wieder auch eine Geschichte der Futtermittel-Skandale. Noch vor zehn Jahren war es zum Beispiel normal, Tiermehl ins Kuhfutter zu mischen - also Fleisch an "Vegetarier" zu verfüttern. In Belgien wurde vor einigen Jahren sogar Klärschlamm im Schweinefutter entdeckt. Im Hühnerfutter fand man Nitrofen und jetzt das hochgiftige Dioxin im Tierfutter. Sind die Gesetze nicht ausreichend? Und wie viel Resteverwertung und Abfallentsorgung im Tierfutter ist akzeptabel?
Am Anfang der Kette stand dieses Mal vermutlich harmloses Frittierfett. Nach ein paar Tagen Dauereinsatz in der Gastronomie taugt es nicht mehr zum Frittieren. So entstehen in Deutschland täglich tonnenweise Altspeisefett. Zum Wegwerfen ist es zu schade, denn das alte Fett kann zum Beispiel zu Biodiesel weiterverarbeitet oder aber in Blockheizkraftwerken eingesetzt werden. Auch Schmierstoffe für die industrielle Nutzung können aus Altspeisefett entstehen. Im aktuellen Fall hatte der Futterfett-Hersteller Harles und Jentzsch bei einem Biodieselproduzenten sogenannte Mischfettsäuren gekauft. Allerdings waren diese Mischfettsäuren als "technisch" deklariert, was eben bedeutet, dass sie nur noch für die technische Nutzung, nicht aber als Futtermittel zu gebrauchen sind.