Wie gefährlich ist Glutamat?
Glutamat ermöglicht Herstellern günstig viel Aroma zu erzeugen. Mediziner warnen davor: Es verändert nicht nur den Geschmack, sondern begünstigt auch schwere Krankheiten. mehr
Ob Ziegenkäse im Speckmantel, Kaviar oder Gourmet-Eis. Es gibt immer mehr Feinkost- und Gourmet-Produkte in Discountern und Supermärkten. Doch statt feiner Kost und hoher Qualität ist oft etwas ganz anderes drin. Markt deckt auf.
Ob Käse, Flusskrebse oder Gourmet-Eis. Es gibt immer mehr Produkte, die in Discountern und Supermärkten als feine Kost verkauft werden. Wie gut ist die Qualität wirklich?
Feinkostprodukte in Supermärkten und Discountern fallen sofort auf, denn die Verpackungen sind edel und heben sich deutlich von dem Standardsortiment ab. Nils Ruge, Verpackungsdesigner erklärt: "Es wird viel Schwarz verwendet oder auch Weiß kombiniert mit Gold. Das ist ein klassisches Werkzeug um Hochwertigkeit zu suggerieren." Doch oftmals täuscht die Verpackung über den Inhalt hinweg. Markt hat Zutaten in Gourmet- und Feinkostprodukten entdeckt, die man eigentlich nicht dort vermutet.
Die Zutatenlisten der Gourmetprodukte sind häufig sehr lang, denn in vielen Produkten sind zahlreiche Zusatzstoffe enthalten: zum Beispiel Aromen und Geschmacksverstärker, Stoffe, die den Eigengeschmack verstärken. Für Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg haben solche Zusatzstoffe in Gourmetprodukten nichts zu suchen: "Wir finden es ungeheuerlich, dass hier mit einer besonderen Qualität geworben wird, aber trotzdem diese chemischen Beimengungen enthalten sind." Die Hersteller verweisen auf die gesetzlichen Bestimmungen, die dies zulassen.
Das Problem: Weder der Begriff "Feinkost" noch die Vorsilbe "Gourmet-" sind bisher gesetzlich geschützt. Nur für Feinkostsalate gibt es klare gesetzliche Bestimmungen.
Aber nicht nur die Zusatzstoffe, sondern auch die Zutaten selbst sind oft nicht so exklusiv, wie getan wird. Bei Rewe werden zum Beispiel unter dem Label "Feine Welt" zum Beispiel Louisiana Flusskrebse verkauft. Im Internet weist Rewe auf die Exklusivität des Produktes hin. Doch statt um eine exklusive Spezialität handelt es sich um den mit Abstand meist produzierten Süßwasserkrebs der Welt - besonders anspruchslos und robust. Rewe erklärt Markt gegenüber: Der Verbraucher kauft "nicht die Flusskrebse, sondern das exotische, ganzheitliche Geschmackserlebnis".
Bei Billig-Feinkost lohnt es sich also, genau auf die Zutaten zu achten und im Zweifel auch mit Standardprodukten zu vergleichen. Denn hinter der exklusiven Verpackung verbirgt sich nicht unbedingt auch ein exklusiver Inhalt.