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Eine gelbe Holzbank an einem Strand. Der Himmel ist blau. © NDR
 

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mareTV: Kuba

Untertitel 16:9 Stereo
Donnerstag, 19. Januar 2012, 21:00 bis 21:45 Uhr [VPS 21:00]
Kuba - Auf der Insel scheint die Zeit stehen geblieben zu. © © NDR/Kubanisches Fremdenverkehrsamt, honorarfrei Detailansicht des BildesKuba - Auf der Insel scheint die Zeit stehen geblieben zu.

Kuba: Kaum ein anderes Land vereint so viele Gegensätze, Klischees und Träume. Dort leben Menschen, die nicht nur musikalisch und warmherzig sind, sondern auch höchst einfallsreich. So wie Ismael Lima. Er ist Fischer im kleinen Küstenort Boca de Camarioca. Da er nicht genug Geld für ein eigenes Boot hat, fährt er jeden Tag auf einem alten Lkw-Reifenschlauch zum Fischen raus. Ismael weiß auch um die Vorteile: günstig im Unterhalt und äußerst wendig ist das improvisierte Schlauchboot - nur vor Fischen mit Stacheln muss man sich in Acht nehmen.

Ito und Iván freuen sich jedes Jahr auf den April. Dann kommt es gleich neben der berühmten Schweinebucht zu einer Invasion der anderen Art: Zehntausende von Krebsen tragen über vier Wochen ihre Eier ins Meer. Dafür müssen sie die einzige Küstenstraße überqueren. So kommt es zu zahlreichen platten Reifen bei den Autos - sehr zur Freude von Ito und Iván, die sind hier nämlich als mobile Reifenflicker unterwegs.

Victor Betancourt ist Priester der Santería, einer auf Kuba sehr verbreiteten Naturreligion aus Afrika. Bei den Zeremonien werden die Meeresgötter beschworen, es gibt Tieropfer, Menschen tanzen und singen sich in Trance - mitten in Havanna. Am Ende übergeben die Santeristas den Meeresgöttern am Strand einen Opferkorb, bei Sonnenuntergang.

Jeden Nachmittag geht Luis Coureaux Brossand an den Malecón, die berühmte Uferpromenade der Hauptstadt Kubas. "Der Malecón ist unser Wohnzimmer", sagt Luis. Er ist professioneller Musiker und übt hier Trompete. Vor allem, weil das Meer den Klang so wunderbar zur Entfaltung bringt. Und weil er zu Hause nicht spielen darf - seine Frau bekommt Kopfschmerzen von den Trompetentönen. Obwohl Luis sehr gut spielt, wie er auf einem Konzert mit kubanischer Son-Musik beweist.

Autor/in: Rainer Blank,  Redaktion:  Barbara Denz / Carola Meyer

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