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Die Florida Keys - Amerikas Tropenparadies am Atlantik

Freitag, 05. August 2016, 15:15 bis 16:00 Uhr

Zwei Taucher behängen eine Unterwasser-Konstuktion.

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Die Koralleninseln Florida Keys liegen am südlichsten Ende der USA. Zwischen Atlantik und dem Golf von Mexiko verbindet sie eine Traumstraße, der Overseas Highway. Die Keys, wie sie von den Insulanern genannt werden, ziehen bis heute Lebenskünstler, Urlauber, Aussteiger, Querköpfe und Naturliebhaber an.

Keys Disease (Keys-Krankheit) nennen die Inselbewohner augenzwinkernd das unbeschreibliche Lebensgefühl, das früher oder später jeden Menschen hier überkommt: eine Mischung aus Trägheit, Melancholie und fröhlicher Lässigkeit. Schon der Schriftsteller und Nobelpreisträger Ernest Hemingway war davon befallen. Das kleine Tropenparadies lässt einen fast vergessen, dass man in den USA ist, und doch herrscht auf den Florida Keys das pralle Leben.

Ein rollendes Korallenriff

Dave LeBoutellier ist mit seinem seltsamen Auto in Key West ein Hingucker. Der Wagen ist ein "rollendes Korallenriff", ein automobiler Meerestraum aus Muschelschalen, Fischköpfen, Unterwassergewächsen und Bauschaum. Und beinahe täglich stehlen begeisterte Passanten die schönsten Exponate von der Ladefläche.

Florida Keys: Träge, lässig, melancholisch

Korallen sind für Ken Nedimyer und seine Frau Denise der Lebensinhalt: Vor der Küste liegt in zehn Metern Tiefe ihre "Nursery", eine Art Korallenbaumschule. Mit neuen und abenteuerlichen Methoden züchten die beiden Korallen und "pflanzen" sie aus. Ihr Ziel ist die Rettung des von Umweltverschmutzung und steigender Wassertemperatur bedrohten Florida Reefs.

Der Inselcops im Einsatz

Deputy Sheriff Wilfredo Guerra ist mit Streifenwagen und Polizeikreuzer mit Blaulicht am Overseas Highway im Einsatz. Er kämpft gegen rasende Motorbootskipper, Fischer ohne Lizenz, paddelnde Drogendealer und Jachtdiebe. Manchmal aber auch gegen ein paar Segler, die illegal in der Marina ankern. Ein typischer Einsatz für die Inselcops. Hier hat eben jeder ein Boot.

"Lighthouse Larry" baut Leuchttürme nach

Einige Kilometer vor der Küste trotzen sperrige Eisenkonstruktionen seit 160 Jahren Wind und Wellen. Es sind Leuchttürme mit so eigenwilligen Namen wie "Alligator Lighthouse" oder "Sombrero Key". Früher warnten sie Seefahrer vor dem drittgrößten Korallenriff der Welt. Doch seitdem man dieses mithilfe von Satellitennavigation sicher umfahren kann, brauchen die historischen Bauten selbst Schutz. Dem hat sich Larry Herlth, genannt "Lighthouse Larry", verschrieben. In seiner Werkstatt baut er sie detailgetreu im Maßstab 1:10 bis auf den letzten Bolzen nach.

Ein Krankenhaus für Meeresschildkröten

Wenn ein Krankenwagen über den Overseas Highway rast, geht es nicht immer um Menschenleben. Eine schwerkranke Meeresschildkröte muss dringend ins Turtle Hospital auf der Insel Marathon. Das gehört zum Alltag der Betreiberin Bette Zirkelbach. Ihren 100.000-Dollar-Job in der Wirtschaft hat sie aufgegeben. Im Turtle Hospital verdient sie nichts, aber ihr Leben hat wieder einen Sinn.

Sandsculping-Weltmeisterschaft am Strand

Ausgerechnet auf den Keys kann Kunst zu Schwerstarbeit werden. Bei der Sandsculping-Weltmeisterschaft sollen den Teilnehmern der tonnenweise gesiebte Sand, hektoliterweise Wasser und eine grandiose Idee den Sieg bringen. Das ist eine größere Herausforderung, als Sandburgen zu bauen. Drei Tage Dauerstress am Strand sind für diese wahrhaft vergängliche Bildhauerei nötig: Der nächste Regen wird alles zunichtemachen.

Erholung pur auf den Keys

Die Kunden von Jody Morse, der Managerin im "Sea Breeze Trailer Park", wollen nichts als Erholung pur. Großstadtmüde Amerikaner haben nur ein Ziel: Sie wollen endlich "abhängen" auf den Florida Keys, möglichst schnell von der "Keys Disease" befallen werden, im Wohnwagen oder in der Hütte am Strand. Der Spaß hat seinen Preis. Ein kleiner Bungalow mit Oceanview in der ersten Reihe kostet eine "Kleinigkeit": Hemingway-Feeling für 80.000 Dollar.

Autor/in
Steffen Schneider
Redaktion
Alexander von Sallwitz
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Redaktion
Christoph Mestmacher
mit Video

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