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Capri und die Amalfiküste - Italiens Legenden am Meer

Donnerstag, 02. November 2017, 21:00 bis 21:45 Uhr

Boote im Wasser vor einer Felsenküste.

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Ganz oben auf Capri versteckt sich ein Eremitenkloster mit Blick auf den Vesuv. Vittorio Staiano und Carmine Russo müssen um Punkt 12 Uhr die Glocken läuten. Doch der Weg ins Kloster ist nicht so einfach, ein Sessellift und ein steiler Pfad erwarten die beiden; als Belohnung winkt ein guter Kaffee in der Kapelle bei himmlischer Ruhe.

Im Trubel, der unter ihnen herrscht, bringt Michele Balsamo sein Schmuckstück wieder in Schuss. Er ist stolzer Sieger des Vespa-Clubs. Seine Dreiradtransporter Ape mit Gardinen, Musikboxen und romantischem Licht ist zum schönsten der Insel gewählt worden.

Gesang in der Grotte

Der bekannteste Fleck Capris liegt nicht auf der Insel, sondern unter ihr: La Grotta Azzurra. Bei ruhiger See rudert Roberto in einem winzigen Boot Touristen in die "Blaue Grotte" und singt bei phänomenaler Akustik, um dann auf ein ordentliches Trinkgeld zu warten. Es herrscht Konkurrenz um die zahlenden Gäste. Schon längst hat sich herumgesprochen, welche Nationalitäten besonders großzügig sind und welche nicht.

Capri und die Sonne

Gegenüber von Capri erstreckt sich die Amalfiküste. Legendäre Orte wie Sorrent oder Positano liegen an der Steilküste zwischen Neapel und Salerno. Wer an dieser Panoramastraße bauen will, ruft Giovanni Bottone. Er leitet ein Transportunternehmen mit Maultieren und ist sehr bekannt. Mehrere Baustellen betreut er gleichzeitig, alle sind nur per Treppe zu erreichen. Oft gilt es, über 500 Stufen zu bezwingen. Dann schleppen ausschließlich Giovannis Tiere Ziegel oder Mörtel. Aber es gibt auch Orte, an die nicht einmal seine Lastesel hinkommen.

Eine Pasta bei Umberto

Die kleine Bucht Conca dei Marini erreicht man nur vom Wasser aus. Dort führen die Lauritanos das Restaurant La Tonnarella. Früher wurden hier die Tunfische zusammengetrieben, seit den 1950er-Jahren wurden sie hier nicht mehr gesehen. Dafür kam Jacky Kennedy als Gast in die Bucht und aß im Strandhäuschen von Umberto eine Pasta. Das war der Anfang des Lokals. Heute schmeißen Umbertos junge Enkeltöchter den Laden mit der schwierigen Logistik und dem Risiko, dass bei rauer See nicht ein Gast kommt.

Auch die Fischerfamilie Morvillo ist vom Wetter abhängig. Sie ist die einzige an der Küste, die noch Gamberetti aus dem Meer holen darf. Ihr Fang ist so begehrt, dass er direkt vom Kutter verkauft wird. Der Direktor vom Meeres-Nationalpark sorgt dafür, dass diese Familie als einzige Garnelenfischer bleiben darf. Er hat auch den sogenannten "Meeresfeger" täglich im Einsatz, eine schwimmende Rostlaube, die zwischen Sorrent und Amalfi Müll sammelt.

Tierische Rettungsschwimmer

In dem Ort, der der Küste ihren Namen gab, trainiert Maria Cirillo mit ihren Rettungshunden. Sie bringt Golden Retriever dazu, Menschen, die zu ertrinken drohen, aus dem Wasser zu holen. Doch bevor die Arbeit beginnt, gibt es erst einmal Kaffee an der Bar und für die Hunde eine Runde Cornetti. Wer weiß, was am belebten Strand gleich alles los sein wird.

Autor/in
Cristina Trebbi
Redaktion
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke