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Die Kunstobjekte im Überblick:
Speiseservice
Das Speiseservice für zwölf Personen ist von der Meißner Ofen-und Porzellanfabrik AG, C. Teichert hergestellt worden nach einem Vorbild der Königlichen Porzellanmanufaktur Meissen. Auch der Service-Name „Brandenstein“ bezieht sich auf die Vorlage der berühmten Manufaktur, deren Service "Altbrandenstein" und später "Neubrandenstein" hieß. Das Geschirr zählt mit der schönen Handmalerei zu teuersten Servicen, die die Firma Teichert, auch "Stadt Meißen" genannt, produziert hat.
Prunkbesteck
Das zweiteilige Silber-Prunkbesteck, bestehend aus einer Gabel und einem Löffel, stammt aus der Hanauer Silberwaren-Manufaktur Georg Roth. Entgegen den Pseudo-Punzen, die auf das
18. Jahrhundert hinweisen, wurde dieses aufwendige Besteck in typisch historisierender Art um 1900 hergestellt. Löffel und Gabel sind mit holländischen Motiven verziert. Auch das Segelschiffmotiv ist ein beliebtes Stilelement, das besonders in der niederländisch-friesischen Küstenregion populär war.
Porträts "Hochzeitspaar"
Aus einer Inschrift auf diesem Bild geht hervor, dass die Porträtierten das Ehepaar Peter und Telse Goldschmidt sind. Das Werk ist nicht signiert, aber auf "1601" datiert. Es handelt sich wohl um ein reiches Kaufmanns-Ehepaar das hier in bäuerlich-naiver Malweise dargestellt ist. Der Mann hält das im 15. und 16. Jahrhundert verbreitete Verlobungs-und Hochzeits-Symbol, die Nelke, in einer Hand. Das Paar trägt die typische Festtagskleidung aus der Dithmarscher Gegend.
Trockenkompass
Das Gerät ist in ein schlichtes, quadratisches Gehäuse aus hellem Nussbaum eingebaut. Ein Deckel aus Schlierenglas deckt den Kompass ab. Unter dem Glas befindet sich die Kompassnadel, die an einer Seite in einer Pfeilspitze ausläuft, zur anderen in einer Bourbonen-Lilie. Die Lilie ist ein Hinweis auf die geografische und zeitliche Einordnung des Geräts: Nämlich Frankreich zwischen 1815 und 1830. Der Kompass wurde nicht als nautisches Instrument sondern eher als astronomisches Gerät genutzt.
Zwei japanische Farbholzschnitte
Das eine Bild ist zusammengesetzt aus drei Farbholzschnitten. Es stammt von dem japanischen Künstler Chikanobu (1838-1912). Das andere Bild ist ein Einzelblatt des japanischen Künstlers Toshikata (1866-1908). Beide Farbholzschnitte stammen aus der Meiji-Zeit, also um 1900. Die Druckplatten aus Kirschbaumholz erlaubten nur eine Auflage von 200 bis 300 Stück. Gedruckt wurden die Holzschnitte auf einem Spezialpapier aus der Rinde des Maulbeerbaums.
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