Lieb & Teuer

Sonntag, 19. November 2017, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 20. November 2017, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann mit Gästen bei Lieb und Teuer.

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Pendeluhr von Junghans

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Die Pendeluhr ist Anfang der 1930er-Jahre bei Junghans entstanden. Sie wird von einer Tänzerin im Art-Deco-Stil getragen.

Die Schwingpendeluhr ist von der Firma Junghans zwischen 1910 und 1938 produziert worden. Die Konstruktion wurde bereits im 19. Jahrhundert in Frankreich erfunden. Junghans hat 32 verschiedene Figuren mit dem schwingenden Pendel entwickelt - hier schwingt die Uhr auf der ausgestreckten Hand einer Tänzerin im Art-Deco-Kostüm. Die Uhr ist 1930/31 gebaut worden. Die Bewegung entsteht durch ein in der Uhr befindliches Gegenpendel.

Porträt von Charles von Hampeln

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Das Porträt zeigt den Kaufmann Friedrich Wilhelm Österreich. Es stammt vermutlich vom bekannten Maler Charles von Hampeln.

Das Porträt zeigt den jungen Kaufmann Friedrich Wilhelm Österreich (1791 - 1835) aus St. Petersburg. Er trägt die typische Kleidung des Biedermeier. Das Bild ist eine Mischung aus Kohlezeichnung, Bleistift und Aquarell. Es ist nicht signiert, aber auf der Rückseite findet sich ein Hinweis auf den Maler Charles von Hampeln. Ein ebenfalls in St. Petersburg lebender taubstummer Künstler, dessen Talent früh erkannt und von der Zarin gefördert wurde. Seine Lebensdaten sind nicht verbürgt. Er ist mit zahlreichen Porträts bekannt geworden.

Silberhumpen mit Vergoldungen

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Der Humpen ist aus einem Stück Silberblech hergestellt worden. Das Stück ist etwa zwischen 1570 und 1580 entstanden.

Der Silberhumpen mit Deckel ist teilweise feuervergoldet. Auf dem Korpus sind drei Personen im Profil dargestellt, vermutlich Ceres, die Göttin der Fruchtbarkeit, Hermes, der Götterbote und ein Feldherr. Auf der Unterseite findet sich ein Zentrierpunkt, der Humpen ist also aus einem Stück Silberblech hergestellt und nicht gelötet worden. Das Besitzermonogramm "M.M.B." lässt sich nicht mehr entschlüsseln, ebenso die Meistermarke. Ein Beschauzeichen, aus dem man die Herkunft ableiten könnte, fehlt. Der Humpen ist zwischen 1570 und 1580 entstanden.

Vase aus Siderolith

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Die Vase mit Auerhahndekor ist aus Siderolith, einer Art Steingut gefertig. Sie stammt aus der Zeit des Jugendstil.

Die Vase ist aus dem Material Siderolith, das heißt übersetzt "Eisenstein", es ist eine Art Steingut. Die Oberfläche ist so bearbeitet, dass sie den Eindruck einer Bronze erwecken könnte. Der Vasenkorpus ist mit einem Pflanzenmuster verziert, an der Seite sitzt ein großer plastischer Auerhahn. Auf dem Boden findet sich die Marke der Firma Johann Maresch, die in Aussig ansässig war, sowie die Seriennummer 1769. Die Vase ist eindeutig um 1900 im Jugendstil entstanden.

Festtagsikone aus Weißrussland

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Im Zentrum der Festtagsikone steht die Himmelfahrt Christi. Das Bild ist im 19. Jahrhundert in Weißrussland entstanden.

Die Ikone ist aufgebaut wie eine übliche Festtagsikone: ein großes Mittelfeld mit dem Osterfest im Zentrum, umlaufend die Szenen der zwölf wichtigsten Festtage der Orthodoxie. Bei dieser Ikone steht eine andere Szene im Zentrum, was relativ selten ist: die Himmelfahrt Christi. Das weist auf die Malerschule von Vetka - heute Weißrussland - hin. Dazu passt auch der durchgehende Goldgrund und die leuchtende Farbigkeit der Blau- und Grüntöne. Das Stück ist im 19. Jahrhundert entstanden.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann