Lieb & Teuer

Sonntag, 13. März 2016, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 14. März 2016, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann, Moderatorin von Lieb & Teuer © NDR

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Die Kunstobjekte im Überblick:

Blauer Heinrich

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Die medizinischen Fläschchen dienten früher als Spucknäpfe für Tuberkulosekranke.

Die fünf kleinen Flaschen sind von medizinhistorischer Bedeutung. Sie sehen mit dem blauen Glaskörper und der blanken Montierung sehr ästhetisch aus, wurden aber von Tuberkulosekranken als Taschenspucknäpfe benutzt, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen. Sie haben einen Klappdeckel und können zum Reinigen aufgeschraubt werden. Entwickelt wurden sie von Dr. Peter Dettweiler (1837-1904). Nach der Entdeckung des Tuberkuloseerregers durch Prof. Dr. Robert Koch (1843-1910) und der Entwicklung eines Impfstoffes, verlor der Blaue Heinrich seine Bedeutung.

Kupferstiche "Pamela"

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Der Kuperstich ist Teil einer Serie mit den Namen "Pamela".

Die Serie ist komplett und besteht aus zwölf Kupferstichen. Sie basiert auf einem Briefroman "Pamela oder die belohnte Tugend" von dem englischen Schriftsteller Samuel Richardson (1689-1761). Die Kupferstiche wiederum gehen zurück auf Ölgemälde von Joseph Highmore (1692-1780). Erzählt wird die Geschichte einer mittellosen Dienerin, die die Avancen ihres Herrn, sie zu seiner Mätresse zu machen, abwehrt. Schließlich gibt es doch ein Happy End, das Paar heiratet. Die Kupferstecher sind: A. Benoist und L. Truchy.

Russische Mokkatassen

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Die Mokkatassen in Herzform wurden von einer russischen Porzellanfabrik produziert.

Die herzförmigen Mokkatassen sind von einer russischen Porzellanfabrik mit Hauptsitz in Riga produziert worden. Das Unternehmen der Familie Kusnetzow hatte verschiedene Zweigwerke, in denen Gebrauchsporzellan in Serie hergestellt wurde. Die Marke wurde zwischen 1892 und 1915 verwendet. Innen sind die Tassen vergoldet, außen befindet sich eine flüchtige Goldmalerei auf russischgrünem Hintergrund. Der Satz besteht aus zwölf Tassen mit Untertassen, eine Vergoldung ist stark abgerieben.

Bronze Pavian

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Den Pavian aus Bronze schuf der Berliner Bildhauer Max Esser.

Die Bronze stellt einen sitzenden Mantelpavian dar. Sie ist von dem Berliner Bildhauer Max Esser (1885-1945), der zu den bedeutendsten Künstlern von Tierplastiken seiner Zeit zählte. Die Plastik wirkt sehr lebendig, obwohl sie den Pavian nicht nur realistisch, sondern in Teilen auch schon abstrakt wiedergibt. Esser hat auch Entwürfe für Porzellanmanufakturen geliefert.

Zwei Porträts

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Die Porträts zweier Geistlicher sind vom Wiener Genremaler Carl Schleicher.

Die beiden sehr kleinen Bilder sind gemalt von Carl Schleicher, einem Wiener Genremaler. Es sind einige Arbeiten von ihm bekannt, aber über seine Biografie weiß man wenig, es sind nicht einmal seine Lebensdaten überliefert. Dargestellt sind ein Mönch und ein Rabbiner, die jeweils in eine Lektüre vertieft sind. Die Bilder sind um 1870/1880 entstanden.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Reinhardt
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer