Lieb & Teuer

Sonntag, 06. März 2016, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 07. März 2016, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann, Moderatorin von Lieb & Teuer © NDR

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Janin Reinhardt lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Stillleben von Emil Bartoschek

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Das Stillleben von Emil Bartoschek entstand nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Ölgemälde zeigt die Malutensilien eines Künstlers: Pinsel in einem Krug, eine Palette, Farbtuben und Bücher. Das Bild sieht nicht komponiert aus, sondern scheint sie Situation so wiederzugeben, wie die Gegenstände gerade auf dem Tisch verteilt waren, als der Blick des Malers Emil Bartoschek (1899-1969) darauf fiel. Das Werk Bartoscheks ist im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört worden. Dieses Bild ist später in Grevenbrück in Westfalen entstanden, nachdem der Maler Berlin verlassen und vieles zurück gelassen hatte.

Porzellanfigur

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Die Figur einer höfischen Dame wurde in der Manufaktur Meissen hergestellt.

Die Figur stellt eine kleine Szene da: Eine höfische Dame im Krinolinenkleid sitzt auf einem Stuhl mit ihrem Schoßhündchen, einem Mops, der im 17. Jahrhundert mit der Chinamode in Europa verbreitet wurde. In der Hand hält sie eine Tasse mit Schokolade. Auf dem Tisch neben ihr befinden sich die Chocolatiere, Zucker, eine zweite Tasse und eine kleine Taschenuhr - ein Hinweis, dass sie eine Verabredung hat und womöglich auf ihren Liebhaber wartet. An ihrer anderen Seite steht ihr Lakai bereit. Der Entwurf stammt von Johann Joachim Kändler (1706-1775), der ihn für die Manufaktur Meissen 1740 entwickelt hatte. Diese Ausformung ist aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Zweiteiliges Wandregal

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Das Wandregal aus Nussbaumholz dient als Rahmen für Porzellanbilder.

Das zweiteilige Regal ist aus Nussbaumholz. Das Holz dient gleichzeitig als Rahmen für Porzellanbilder. Die schmale Abstellfläche bildet die Oberkante und bietet Platz für Trinkbecher, Vasen und andere dekorative Kleinigkeiten. Beide Teile sind unterschiedlich lang, eines fasst zwei, das andere vier Porzellanplatten mit Radierungen aus verschiedenen Wagneropern. Die Motive gehen zurück auf Darstellungen von August Ferdinand Leeke (1859 -1937), der mit einem umfangreichen Mappenwerk zu den Wagneropern bekannt geworden ist.

Silberbecher

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Der Silberbecher trägt die Meistermarke von Ludwig Hohenauer.

Aus dem silbernen Kugelfußbecher wurde früher Wein getrunken. Auf der Außenwandung ist die antike Szene dargestellt, wie Herakles den Kentauren Nessos bekämpft, der gerade versucht Herakles Frau Deianeira zu entführen. Auf der Unterseite befindet sich die Punze, die einen Pinienzapfen darstellt, das Stadtbeschauzeichen von Augsburg und die Meistermarke "LH", die auf Ludwig Hohenauer verweist. Er wurde 1612 Meister, der Becher muss also danach entstanden sein. Werke von Hohenauer sind bis 1630 nachweisbar.

Kaminuhr

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Die Kaminuhr aus Nussbaum ist kurz vor 1900 entstanden.

Die Grundform dieser Uhr geht vom Stil her auf die englische Bracket Clock zurück. Das Gehäuse ist aus Nussbaum, die Appliken sind aus Messing und Bronze, das Zifferblatt ist versilbert. Die Uhr ist kurz vor 1900 entstanden. Sie hat ein Vollplatinenwerk. Unter dem Pendel befindet sich der Stern mit "J", der ab 1894 von der Firma Junghans verwendet worden ist.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Reinhardt
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer