Lieb & Teuer

Sonntag, 20. August 2017, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 21. August 2017, 06:50 bis 07:20 Uhr

Drei Frauen stehen um ein Pastellbild des Rokokoschlösschens in Dornberg herum. © NDR

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Pastell Rokokoschlösschen

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Das Rokokoschlösschen in Dornburg malte Alexander von Szpinger.

Das expressiv gemalte Pastell zeigt das Rokokoschlösschen in Dornburg, wie auf dem Passepartout auch zu lesen ist. Es ist signiert von dem aus Weimar stammenden Maler Alexander von Szpinger (1889 - 1969). Er hat zahlreiche Motive und Landschaften aus dem Thüringer Raum gemalt. Nach einem abgelehnten Ausreiseantrag aus der DDR hat er sich das Leben genommen.

Tranchier-Besteck

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Die Griffe des Tranchier-Bestecks sind aus Elfenbein geschnitzt.

Das Besteck besteht aus Messer und Gabel und wurde zum tranchieren von Fleisch verwendet. Wahrscheinlich stammt es aus den Niederlanden aus der Zeit um 1700. Die Griffe sind aus Elfenbein geschnitzt und stellen die vier personifizierten Tugenden: Caritas (Nächstenliebe), Justitia (Gerechtigkeit), Fides (Glaube) und Spes (Hoffnung) dar. Sie sind bekrönt und von Seraphinen begleitet.

Ikone

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Der kleine Hausaltar stammt aus dem griechischen Makedonien.

Der kleine Hausaltar stammt aus dem griechischen Makedonien und ist im 18. Jahrhundert entstanden. Auf dem Mittelteil ist die Gottesmutter mit Jesus zu sehen. Auf den beiden Seitenflügeln sind - wahrscheinlich eine Auswahl des Auftraggebers - mehrere Heiligenfiguren vertreten: der Heilige Georg, Nikolaus, Charalampos, ein Heiliger gegen Pest und Cholera, und Demetrios. Das Triptychon ist in kräftigen Rottönen gestaltet worden.

Neuenburger Pendule

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Die seltene Neuenburger Pendule stammt aus Sumiswald.

Vorbild für diese Uhr ist die Neuenburger Pendule (Pendule Neuchateloise), dieser Uhrentyp wurde für den Export nach Frankreich produziert. Die vorgestellte Uhr ist eine Variante und stammt aus Sumiswald. Johann Leuenberger entwickelte die Uhr. Das Gehäuse hat einen ländlichen Charakter, er verzichtet auf Bronze-Applikationen. Sie hat ein großes Vollplatinen-Werk mit aufwendigem Schlagwerk. Die Uhr ist etwa um 1840 entstanden. Sumiswalder Uhren sind selten.

Elektrische Wärmflasche

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Die Wärmflasche aus Porzellan ist von KPM Berlin.

Die zylinderförmige elektrische Wärmflasche ist aus Porzellan und trägt die Zeptermarke der Berliner Porzellanmanufaktur KPM. Gerade nach dem Ersten Weltkrieg hat die Produktion von Weißporzellan für Labore oder sogenanntes Sanitärporzellan einen beachtlichen Teil des Umsatzes ausgemacht. Der Porzellankorpus der "Wärmeflasche" wurde an die Firma Hammer in Forst in der Lausitz geliefert, die die Röhre mit Quarzsand und einem Heizstab gefüllt und die Elektrifizierung vorgenommen hat.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann