Lieb & Teuer

Sonntag, 31. Januar 2016, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 01. Februar 2016, 06:50 bis 07:20 Uhr

Zwei Regenschirmuhren in der Sendung Lieb & Teuer © NDR

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Die Kunstobjekte der Sendung:

Japanische Salzstreuer

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Die japanischen Salzstreuer wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für den europäischen Markt produziert.

Den verschiedenen Figuren sieht man auf den ersten Blick nicht an, dass es sich um Salzstreuer handelt. Es sind kleine Figuren, deren Motive dem Alltagsleben entnommen sind, zum Beispiel ein Lampion, ein Haus, eine Sandale, das Tor eines Tempels. Diese Gefäße sind Anfang des 20. Jahrhunderts für den europäischen Markt produziert worden und sind wahrscheinlich nie am Tisch benutzt worden, sondern sind reine Vitrinenstücke.

Ikone

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Die Ikone zeigt die Gottesmutter mit dem Christusknaben.

Die Ikone zeigt die Gottesmutter mit dem Christusknaben. Die Art der Darstellung entspricht der sogenannten Kasanskaja (aus Kasan). Die Sterne auf dem Gewand der Gottesmutter symbolisieren ihre Jungfräulichkeit. Es gibt einen Oklad, ein Kupferblech, das nur die Gesichter und die Hände sichtbar werden lässt. Älteren Ikonen wurden solche Abdeckungen als Schutz gestiftet. In späteren Zeiten - wie in diesem Fall - wurden Ikonen von vorn herein mit einem Oklad gefertigt. Dann wurden meistens auch nur die Gesichter und die Hände gemalt, da der Rest unter dem Blech verborgen blieb. Die Ikone ist Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert entstanden.

Zwei Regenschirmuhren

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Die beiden Regenschirmuhren besitzen nur sehr einfache Uhrwerke.

Die beiden fast gleichen Uhren sind in den 1920er-Jahren entstanden. Die eine Regenschirmuhr hat einen rosafarbenen Schirm und war ein Werbeartikel der Firma Coca Cola, die andere hat einen grünen Schirm und ist für den Schreibtisch gedacht gewesen. Sie haben sehr einfache Uhrwerke, weil der dekorative Wert im Vordergrund steht. Die Zifferblätter sind aus Emaille, der Schirm aus geschliffenem Glas und Messing. Die rosafarbene Werbe-Uhr ist leicht beschädigt.

Porzellankutsche

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Die Porzellankutsche wird auch noch heute im Katalog der Firma Seltmann geführt.

Die vierspännige Kutsche ist wegen der außergewöhnlichen Größe in zwei Teilen gearbeitet. Innen sitzen zwei Rokokodamen im Krinolinenkleid mit Fächern in der Hand, zwei Pagen lenken bzw. begleiten das Gespann. Die Kutsche ist nach dem zweiten Weltkrieg in der Volkstedter Porzellanmanufaktur entstanden, die heute zur Seltmann Weiden Gruppe gehört. Die Kutsche ist heute noch im Katalog aufgeführt. Der Neuwert beträgt - weil es dann eine Einzelanfertigung ist - 16.900 Euro. Der Verkaufswert ist weit geringer.

Übermalter Farbdruck nach Max Streckenbach

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Das Blumenbild geht auf den Eckernförder Künstler Max Streckenbach zurück.

Das Blumenstilleben geht auf ein Gemälde von dem berühmten Maler Max Streckenbach (1863-1936) zurück. Der Eckernförder Künstler hat zuerst Medizin, Botanik und Kunstgeschichte studiert, bevor er sich als Autodidakt zu einem der bekanntesten norddeutschen Blumenmaler entwickelt hat. Zahlreiche seiner Bilder sind als Öldruck aufgelegt worden, um seine beliebten Motive verbreiten zu können. Zusätzlich ist Ölfarbe aufgetragen worden, um den Eindruck eines Gemäldes zu verstärken, deshalb sind die Drucke nicht leicht zu erkennen.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Reinhardt
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer