Lieb & Teuer

Sonntag, 18. Juni 2017, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 19. Juni 2017, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann, Moderatorin von Lieb & Teuer © NDR

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Majolika-Schale

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Die Majolika-Schale wurde von der Firma Utzschneider & Co. im 19. Jahrhundert hergestellt.

Die große Majolika-Schale hat zwei auffällige schlangenförmige Henkel. Die Form geht zurück auf ein historisches Vorbild aus dem frühen zweiten Jahrhundert. Nach der Ausgrabung in der Nähe von Tivoli erhielt das antike Stück den Namen "Warwick-Vase" - nach ihrem Besitzer. Zahlreiche Vasen und Schalen, die im 19. Jahrhundert entstanden sind, ließen sich davon inspirieren. Die Schale war als dekorativer Tafelaufsatz gedacht. Die Firma Utzschneider & Co. in Lothringen hat sie Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt.

Jugendstil-Vitrine

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Die Jugendstil-Vitrine entstand wohl um 1900 in Frankreich oder Belgien.

Die Jugendstil-Vitrine war Teil einer kompletten Einrichtung. Das auffällige Möbelstück, das eine Kreisform aufnimmt, hat facettierte Gläser und auch Gläser in der sogenannten Eis-Optik sowie verschlungene Messingbeschläge. Der Stil verweist auf Frankreich oder Belgien. Das Möbelstück ist wohl zwischen 1900 und 1910 in der Art von Gustave Serrurier-Bovy entstanden. Es gibt keinen Herstellerhinweis.

Katalog "Entartete Kunst"

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Auf dem Titel des Katalogs "Entartete Kunst" ist eine Skulptur von Otto Freundlich abgebildet.

Der Katalog "Entartete Kunst" gehörte zu einer von den Nationalsozialisten organisierten Propaganda-Ausstellung, in der Kunstwerke gezeigt wurden, die dem NS-Kunstverständnis und -Schönheitsideal nicht entsprachen. Die Wanderausstellung sollte abschreckende Wirkung haben. Auf den Titel wird eine Skulptur des Künstlers Otto Freundlich (1878 - 1943) abgebildet, einer der ersten Vertreter der abstrakten Kunst. Freundlich wurde 1943 in einem KZ ermordet. Die Skulptur ist verschollen, womöglich wurde sie zerstört.

Gemälde von Andries van den Berg

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Das Gemälde von Andries van den Berg zeigt eine junge Mutter bei der Näharbeit.

Das Genrebild zeigt eine junge Mutter bei der Näharbeit - vielleicht auch der Lohnarbeit. Neben ihr spielt das Kind mit einem Holzpferdchen. Der Maler Andries van den Berg (1852 - 1944) stammt aus einer Künstlerfamilie aus den Haag, wo er auch an der Akademie unterrichtet hatte. Sein Stil ist geprägt von den Alten Meistern, aber auch von der Schule von Barbizon. Der Künstler ist eher regional bekannt.

Bronzefigur von Eduard Telcs

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Die Bronzefigur stammt vom ungarischen Bildhauer Eduard Telcs (1872 - 1948).

Die Bronzefigur ist von dem ungarischen Bildhauer Eduard Telcs (1872 - 1948) signiert worden. Sie könnte als Vorlage für eine Fassaden- oder Grabmalsfigur entstanden sein. Es ist nicht genau erkennbar, was für ein Gefäß sie in der Hand hält, vielleicht ein Ziborium, ein liturgisches Gefäß. Telcs wurde in Ungarn geboren und war in Österreich und den Niederlanden tätig. Die Figur ist vermutlich um 1920 entstanden, als er sich in den Niederlanden mit berühmten Gold- und Silberschmieden beschäftigte. Im Museum seiner Heimatstadt Baja werden einige Arbeiten und der Nachlass aufbewahrt.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann