Lieb & Teuer

Sonntag, 14. Mai 2017, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 15. Mai 2017, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann, Moderatorin von Lieb & Teuer © NDR

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Gemälde von Felix Meseck

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Der Danziger Maler Felix Meseck wurde von der Berliner Sezession beeinflusst.

Solch drastische Darstellungen wie die 1923 signierte Kieferngruppe mit der skurril gewachsenen Birke an einem Ufer sind mehrfach im Werk des Danziger Malers Felix Meseck (1883-1955) zu finden. Die überlang gezogene Gestaltungsweise findet sich auch bei seinen Figuren wieder, ähnlich wie auch bei Künstlern wie El Greco oder Dalí. Meseck war unter anderem von der Berliner Sezession beeinflusst und wurde nach dem Ersten Weltkrieg zunächst vor allem als Grafiker bekannt.

Spieluhr

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Zu der Spiekuhr gehören zwölf Platten zum Abspielen.

Die Plattenspieluhr  der Firma "Symphonion" entlockt Stahlplatten Melodien, die in diese eingestanzt sind. Zum musikalischen Programm der zwölf erhaltenen Platten gehört unter anderem der "Rakoczy-Marsch". Die Spieluhr wird von Hand gekurbelt und ist noch funktionstüchtig. Sie stammt ungefähr aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Zwei Vasen

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Die zwei Vasen stammen aus Delft.

Zu dem Fayence-Vasenpaar gehörten ursprünglich auch einmal Deckel, die allerdings verloren gegangen sind. Sie stammen aus Delft in Holland, aus der Fabrikation "t'Fortuyn", in der sie im 18. Jahrhundert in serieller Produktion hergestellt wurden. Man stellte sich solche Vasen-Sets, die üblicherweise aus drei, aber auch fünf oder sieben Stücken bestanden, als Dekoration auf den Kamin.

Figur aus Weißporzellan

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Der Entwurf des Seeadlers stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Figurengruppe zeigt einen Fisch- oder Seeadler, der einen Karpfen frisst. Die Marke der Manufaktur Meissen datiert die Ausformung der Figur in die Zeit um 1930. Allerdings geht ihre Vorlage bereits auf das 18. Jahrhundert zurück und zwar  auf ein Modell des Bildhauers und Modelleurs Johann Joachim Kaendler (1706-1775), der beeindruckende Tierentwürfe geliefert hatte.

Skarabäen-Armband

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In das Armband wurden echte Käfer verarbeitet.

Es handelt sich um echte Käfer aus Ägypten, die in England zu einem Armband verarbeitet wurden. In der ägyptischen Mythologie war der Skarabäus ein Synonym der Sonne und glücksbringendes Symbol. In der europäischen Ägyptomanie des 19. Jahrhunderts erlebten auch die heiligen Käfer aus jeglichem Material und in sämtlichen Formen eine gesteigerte Nachfrage. Bei dem Material der Armbandfassung handelt es sich lediglich um Tombak, eine golden aussehende Messinglegierung. Modeschmuck dieser Art wurde in großer Masse für eine Schicht angefertigt, die sich eine Reise nach Ägypten selbst nicht leisten konnte, aber dennoch Anteil an seiner Exotik haben wollte.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann