Kulturjournal: Peter Lohmeyer und Paul Kuhn im Kino

Untertitel 16:9 Stereo
Montag, 02. Mai 2011, 22:30 bis 23:00 Uhr [VPS 22:30]
Peter Lohmeyer im Drama: "Schenk mir dein Herz" © NDR Detailansicht des BildesPeter Lohmeyer und Paul Kuhn im Drama "Schenk mir dein Herz".

Die Themen im Überblick:
- Vom Wildtierschutz zum Klimaschutz - Die bewegte Geschichte des WWF
- "Schenk mir dein Herz" - Peter Lohmeyer und Paul Kuhn gemeinsam im Kino
- "Die wahre Geschichte des VW-Käfers" - Wie die Nazis einen jüdischen Ingenieur bestahlen
- "Ein Leben als Sklavin - Urmila Chaudharys aufrüttelnde Geschichte
- Provokant und lasziv - Die Bilder von Marilyn Minter

Vom Wildtierschutz zum Klimaschutz - Die bewegte Geschichte des WWF
In der Löwenstraße 1 in Zürich wurde 1961 der „World Wildlife Fund" ins Leben gerufen. Die jetzt zum 50-jährigen Jubiläum erschienene Monografie (Alexis Schwarzenbach: „WWF. Die Biografie", Collection Rolf Heyne 2011) schildert die beispiellose Entwicklung der Nicht-Regierungsorganisation zu einem Global Player im Bereich der Umweltpolitik, zeigt aber auch, wie zwiespältig das Geschäft mit dem Umweltschutz sein kann. Die Unterstützung durch Konzerne und Lobbyisten war in der Vergangenheit zugleich Fluch und Segen des Verbands, heute konzentriert er sich zunehmend auf den Klimaschutz. Das Kulturjournal über die bewegte Geschichte des WWF.

"Schenk mit dein Herz" - Peter Lohmeyer und Paul Kuhn gemeinsam im Kino
Er war ein erfolgreicher Schlagerstar, doch nach einem Herzinfarkt leidet er unter Gedächtnisstörungen: Die letzten zehn Jahre seines Lebens hat er fast vollständig vergessen, keine Erinnerung mehr an die neue, junge Ehefrau, keine Erinnerung daran, dass er die erste Frau samt Sohn verlassen hat. In einer Reha-Klinik muss der Sänger zurück ins Leben finden und seine Gefühle zu den zwei Frauen seines Lebens ordnen. Ein alter Pianist hilft ihm dabei auf seine Weise - mit Jazz. Peter Lohmeyer und Paul Kuhn spielen ein ungleiches Musikerpaar in dem Kinofilm „Schenk mir dein Herz“, der am 5. Mai in die Kinos kommt. Die NDR-Produktion ist auch auf dem Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin zu sehen.

"Die wahre Geschichte des VW-Käfers" - Wie die Nazis einen jüdischen Ingenieur bestahlen
Es ist das deutscheste aller Autos, das Wunschfahrzeug Adolf Hitlers: Der Volkswagen. Doch jetzt behauptet der Holländische Publizist Paul Schilperoord, dass nicht Ferdinand Porsche, sondern ein jüdischer Ingenieur der eigentliche Schöpfer dieses Autos sei. In seinem Buch berichtet er, dass Josef Ganz schon in den zwanziger Jahren die Grundidee für den sogenannten Käfer hatte und den ersten Prototyp entwickelte, den Hitler 1933 bei der Berliner Automobilausstellung sah. Doch während Ferdinand Porsche den Volkswagen baute, musste der jüdische Erfinder vor den Nazis fliehen. Jetzt werden sein Leben und seine Leistung endlich ausführlich erzählt: „Die wahre Geschichte des VW-Käfers: Wie die Nazis Josef Ganz die VW-Patente stahlen“ (Huber Verlag).

Ein Leben als Sklavin - Urmila Chaudharys aufrüttelnde Geschichte
Sie war fünf Jahre alt, als Männer in ihr Dorf kamen und sie mitnahmen. Ihre Familie bekam umgerechnet 50 Euro. Dafür, dass Urmila Chaudhary, aufgewachsen in einer der ärmsten Regionen Nepals, fortan als „Kamalari" dienen sollte. „Kamalari" bedeutet „hart arbeitende Frau" - für Urmila hieß das, dass sie als Kindersklavin in einem wohlhabenden Privathaushalt waschen, kochen, putzen und die gleichaltrigen Kinder zur Schule bringen musste. 15 Stunden am Tag. Ohne Bezahlung. 11 Jahre lang musste sie dies ertragen, bis sie sich endlich befreien konnte. Ihre bewegende Lebensgeschichte hat sie nun aufgeschrieben („Sklavenkind", Knaur Verlag). Das Kulturjournal spricht mit ihr über ihren Kampf gegen den Menschenhandel.

Provokant und lasziv - Die Bilder von Marilyn Minter
Bunt geschminkte Augen, Perlen in rotleuchtenden offenen Mündern oder teure High Heels im Dreck - lasziv, glamourös und schmutzig zugleich. Mit solchen hyperrealistischen Bildern gelang Marilyn Minter vor wenigen Jahren der Durchbruch. Doch Minter musste lange auf den Erfolg warten: Ihre frühen Arbeiten in den achtziger Jahren, z.B. Aufnahmen von männlichen Orgasmen, waren zu provokant und sorgten in Amerika für einen Skandal. Heute verkaufen sich ihre Werke für hundertausende Dollar, ihr Video „Green Pink Caviar“ wurde von Madonna auf der letzten Tournee als Kulisse verwendet. Die Hamburger Deichtorhallen zeigen in ihrer Dependance, der Sammlung Falckenberg, nun die erste umfangreiche Minter-Schau. Für das Kulturjournal macht die Künstlerin eine Führung durch ihre Ausstellung.

Moderation: Julia Westlake,  Redaktion: Christoph Bungartz

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